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Nach Hinweis auf Rauchverbot:Messerangriff in der S-Bahn

Fahrgäste überwältigen geistig verwirrte Eichenauerin

Eine geistig verwirrte Eichenauerin hat am Montagnachmittag in der S-Bahn einen Mann mit einem Messer attackiert. Der Vorfall ereignete sich gegen 17.50 Uhr in einem Zug der S 4, der nach Geltendorf unterwegs war. Die 34-Jährige hatte sich eine Zigarette angezündet und wurde von dem Man auf das Rauchverbot aufmerksam gemacht. Zeugen berichten, die Frau sei daraufhin laut und aggressiv geworden. Nach einer verbalen Auseinandersetzung zückte sie ein Messer mit einer elf Zentimeter langen Klinge und ging auf den Mann los. Der angegriffene Fahrgast konnte ihr das Messer entwenden. Vier andere Reisende griffen ein und konnten weitere Attacken verhindern, berichtet die Bundespolizei. Verletzt wurde bei der Auseinandersetzung niemand außer der Angreiferin, die sich oberflächliche Schnittverletzungen zuzog. Sie wurde von einem Sanitäter auf dem Bahnsteig in Eichenau versorgt.

Der Polizei ist die Frau bereits einschlägig bekannt. Die Beamten stellten bei ihrer Durchsuchung eine ungeladene Softairwaffe mit Plastikmunition, ein Tierabwehrspray, eine weiteres Messer mit einer feststehenden, zehn Zentimeter langen Klinge sowie ein Multitool fest. Das verwendete Messer hatte die Frau griffbereit im Holster eines Einsatzgürtels stecken, das zweite Messer in einer Jackeninnentasche, die übrigen Gegenstände befanden sich in einem Rucksack. Wegen Fremd- und Eigengefährdung wurde die Frau von der Polizei in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Ein Alkoholtest ergab 0,52 Promille. Die Bundespolizei ermittelt wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Außerdem bittet sie den bislang unbekannten Mann, der mit Messer attackiert wurde, sich bei der Inspektion am Münchner Hauptbahnhof zu melden. Der Mann soll die S-Bahn an der Haltestelle Buchenau verlassen haben.