Moorenweis:Gewinn im Corona-Jahr

Moorenweis: Neue Führung der Raiffeisenbank Westkreis Fürstenfeldbruck eG

Das neue Führungsduo der Raiffeisenbank Westkreis Fürstenfeldbruck eG besteht aus Heike Hartmann und Tim Blumenberg.

(Foto: Leonhard Simon)

Raiffeisenbank Westkreis Fürstenfeldbruck lässt ihre Mitglieder am Erfolg teilhaben

Von Manfred Amann, Moorenweis

Die Raiffeisenbank Westkreis Fürstenfeldbruck hat trotz Lockdown und Corona-Widrigkeiten das Geschäftsjahr 2020 wieder mit einem positiven Ergebnis abschließen können. Die Bilanzsumme stieg um rund zehn Prozent von 345 auf 371 Millionen Euro. Vom Gewinn, beziehungsweise vom Gesamtbetriebsergebnis in Höhe von circa 2,37 Millionen Euro, will die Genossenschaftsbank entgegen der Empfehlung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihren Mitgliedern auf deren Geschäftsanteile wie im Vorjahr 1,5 Prozent Dividende zahlen. Die Entscheidung obliegt jedoch der noch anstehenden Vertreterversammlung, die wegen Corona schriftlich abstimmen wird.

"Die Bank steht gut da, und wir wollen unsere Mitglieder am Erfolg beteiligen", erklärte dazu Heike Hartmann bei einem Pressegespräch. Als Vorstand Vertrieb führt sie zusammen mit dem Vorstand Betrieb, Tim Blumenberg, seit vergangenem Jahr die Bank mit ihren fünf Filialen und dem Lagerhaus. "Gute Startbedingungen sehen anders aus", erinnert sich das Führungsteam. Von Anfang an sei ihnen gerade wegen der Pandemiebeschränkungen wichtig gewesen, den Kontakt zu Kunden und Mitgliedern aufrecht zu erhalten. "Wir haben schnell reagiert, die Servicezeiten ausgeweitet und den Telefonservice ausgebaut ", erklärte Hartmann.

Positives kann das Vorstandsduo dem "durch Corona ausgelösten Schwung zur Beschleunigung der Digitalisierung" abgewinnen. Die regionale Bank habe so den Sprung geschafft, auch auf digitalen Marktplätzen vertreten zu sein und sich für ein weiteres Kundenspektrum zu öffnen. "Diese Schubkraft bauen wir weiter aus, um unseren Kunden als moderne Bank zahlreiche Erleichterungen bieten zu können", verriet Hartmann.

Auch intern wird laut Blumenberg die Digitalisierung vorangetrieben. "Aus der Not der Pandemie heraus" sei ein neues Miteinander erschlossen worden. Durch mobiles Arbeiten, Home-Office und Online-Veranstaltungen sei für viele Mitarbeiter ein neues, attraktives Arbeitsumfeld geschaffen worden, erläuterte er. Damit habe die Bank auf die Anforderungen an Eltern reagiert, die durch Kita-Schließungen und Homeschooling besonders belastet worden seien. Aufgrund der positiven Erfahrungen sei sogar nun die Überlegung gereift, die coronabedingt neue geschaffenen Arbeitsplatzregelungen nach der Krise beizubehalten und weiterentwickeln.

Die Filialen sollen erhalten bleiben. "Solange das Angebot genutzt wird, kann unser Filialnetz so bestehen bleiben", beteuerte Blumenberg. Daher habe man im Vorjahr auch in modernere Geldautomaten investiert. Der neu gewonnenen Flexibilität im Arbeiten und in der Kommunikation verdankt die Bank aus der Sicht des Vorstandes den trotz Pandemie gesteigerten Betriebserfolg.

"Obwohl wir zu Beginn der Krise auf Gegenwind gestoßen sind, verzeichnen wir im Jahr 2020 ein Kreditwachstum von knapp acht Millionen Euro und eine Steigerung bei den Einlagen um rund 35 Millionen", so Hartmann. Damit die Mitglieder noch mehr am Erfolg teilhaben können, habe das Vorstandsteam diesen eine Erhöhung der Geschäftsanteile angeboten. Außerdem sei 2020 zum Beispiel das Angebot an Edelmetallen ausgebaut und ein Gold-Sparplan aufgelegt worden, der bereits ab 25 Euro Einlage den Einstieg ermögliche. Zudem werden laut Blumenberg der Immobiliensektor und die Abteilung Firmenkunden verstärkt.

Einen Rekorderfolg konnte im vergangenen Jahr auch die Raiffeisen-Lagerhaus Moorenweis GmbH & Co. KG einfahren. Der Warenumsatz konnte von 39 245 Tonnen im Vorjahr auf 42 704 im Jahr 2020 gesteigert werden. Der Gesamtumsatz betrug 10,6 Millionen Euro.

"Als eines der wenigen Lagerhäuser in der Region, freuen wir uns auch über viele neue Kunden. Der Umsatz war so gut wie noch nie, wir sind sprichwörtlich aus allen Nähten geplatzt", berichtete Geschäftsführer Elmar Weiss.

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