Mobilität:Abschließbare Stellplätze

Mammendorf errichtet Parkanlage für Räder

Von Manfred Amann, Mammendorf

Die Gemeinde Mammendorf will den Umstieg auf das Fahrrad und die E-Mobilität voranbringen. Um die Fahrt mit dem Zweirad zum Bahnhof attraktiver zu machen, lässt die Gemeinde nördlich und südlich der Haltestelle moderne und überdachte Fahrradabstellanlagen errichten. Hierfür wird das "Bike and Ride"-Konzept der Deutschen Bahn umgesetzt, das in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung für Kommunen erarbeitet wurde.

Geplant sind auf der Nordseite gut 40 überdachte Stellplätze sowie eine "Sammelschließanlage" mit zwölf Plätzen, die für hochwertige Fahrräder gemietet werden können. Der Mietpreis soll je Tag einen Euro, je Woche vier bis fünf, für einen Monat zehn und für ein Jahr 60 bis 70 Euro betragen. Auf der Südseite sind weitere etwa 40 Stellplätze vorgesehen. Aus "optischen Gründen" wird sich die Gemeinde selbst um eine einheitliche Überdachung von Bestands- und neuen Stellplätzen kümmern.

Laut Bürgermeister Josef Heckl (BGM) werden vom Bundesumweltministerium etwa 60 Prozent der Kosten für die Anschaffung der Abstellanlagen und für die Flächenvorbereitung übernommen. Die Bahn stellt zudem vorerst für fünf Jahre mit Verlängerungsoption den Grund zur Verfügung.

Am Kirchplatz an der Münchner Straße soll eine weitere "Tank-Möglichkeit" für Stromer errichtet werden, obwohl laut Heckl coronabedingt noch nicht klar isst, wie oft die Ladestation für E-Autos am Bürgerhaus genutzt wird. Die Ladesäule soll im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs für die Errichtung von Mobilitätstationen errichtet werden, um bis zu 80 Prozent der Kosten erstattet zu bekommen. "Der Platz in der Ortsmitte mit den vorhandenen Stellplätzen ist gut geeignet und findet auch bei den Brucker Stadtwerken Zustimmung", sagte Heckl. Auf Vorschlag des Umweltreferenten Thomas Holzmüller (FW) wurde beschlossen, sowohl Normal- als auch Schnelllademöglichkeiten zu schaffen.

Auf die Frage von Anton Fasching (BGM), ob sich diesbezügliche Investitionen amortisieren, führte der Umweltreferent aus, dass verschiedene Modelle angeboten werden. Die Ladestation am Bürgerhaus sei mit einem Infrastruktur-Zuschuss gebaut worden und werde von den Stadtwerken betrieben. Man könnte aber auch eine Ladestation selbst betreiben und die Einnahmen kassieren, müsse aber dann auch den nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand schultern. Laut Holzmüller könnte man auch ein "Mischsystem" mit den Stadtwerken vereinbaren, so dass die Gemeinde einen Teil des Betriebes übernimmt und dafür an den Einnahmen beteiligt wird. Um die für die Gemeinde beste Variante zu finden, wurde die Verwaltung beauftragt, von verschiedenen Anbietern entsprechende Angebote einzuholen. Auch bei der Einführung von Car-Sharing will Mammendorf vorankommen.

© SZ vom 16.07.2021
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