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Mammendorf:Umwidmung notwendig

Gemeinde will Gebäude mit Sozialwohnungen errichten

Um die geplante Errichtung eines Gebäudes mit Sozialwohnungen an der Augsburger Straße voranzubringen, hat der neue Mammendorfer Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach Vereidigung und Aufgabenverteilung beschlossen, den Bebauungsplan "Ronbergerweg, B2, Kreuzstraße" zu ändern. Ziel ist es, Voraussetzungen zu schaffen, die auf dem schmalen Grundstück zwischen den beiden von der Bundesstraße abführenden Straßen einen Wohnblock überhaupt zu ermöglichen. Dafür muss das bisherige Mischgebiet in ein allgemeines Wohngebiet umgewandelt werden. Außerdem sollen Festlegungen so geändert werden, dass ein Bebauungsvorschlag umgesetzt werden kann. Gemäß Beschluss des alten Gemeinderates soll das Bauprojekt mit staatlichen Fördermitteln realisiert werden.

Wie Bürgermeister Josef Heckl (Bürgergemeinschaft) berichtete, hatte die für solche Großprojekte vorgeschriebene europaweite Ausschreibung erbracht, dass das Architekturbüro Füllemann aus Gilching mit der Objektplanung beauftragt wurde. "Die mittlerweile ausgearbeitete Vorplanung hat gezeigt, dass die notwendigen Abweichungen vom aktuellen Bebauungsplan ohne Planänderung nicht genehmigungsfähig ist", erklärte der Rathauschef. Auf der Nordseite könnten durch das lang gezogene Gebäude die gesetzlichen Abstandsflächen in Teilbereichen zum Beispiel nicht eingehalten werden.

Daher müsse man die entsprechend notwendige Kürzung festschreiben. Begründet werden könne dies mit dem Argument, dies im öffentlichen Interesse zu tun, um vernünftige Sozialwohnungen bauen zu können. Wie viele es einmal sein werden, steht noch nicht fest. Außerdem führe der geschlossene Gebäuderiegel zu einer Verbesserung des Lärmschutzes für die Hinterlieger. Geändert werden müssen auch Festlegungen wie Dachform- und -neigung, Firstrichtung sowie die Vorschriften zur Lage der Stellplätze und zum Verlauf der Gehwege, die im bisherigen Bebauungsplan auf die Einzelhäuser in diesem Ortsbereich zugeschnitten sind. Zur Finanzierung des Wohnblocks hatte der Gemeinderat die Aufnahme eines Kredites ins Auge gefasst. Bürgermeister Heckl kann sich aber auch vorstellen, dass die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises, die im Vorjahr gegründet wurde, als Bauherr auftritt, Mammendorf aber ein Belegungsrecht zugestanden wird.

© SZ vom 25.05.2020 / mann

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