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Kinderbetreuung:Germering verzichtet auf Elterngebühren

Die Stadt erlässt jenen Eltern, die momentan ihre Kinder weder in die Krippe noch in den Kindergarten bringen dürfen, die Gebühren für die Einrichtungen. Das beschloss der neue Stadtrat in seiner ersten Sitzung. Als Vorkehrung gegen eine Ausbreitung des Coronavirus sind Krippen, Kindergärten und Horte seit Mitte März geschlossen. Lediglich Eltern, die in einem systemrelevanten Beruf arbeiten, dürfen ihre Töchter und Söhne in einer Notbetreuung abgeben. Alle anderen Kinder müssen seit der Schließung der Betreuungseinrichtungen zu Hause bleiben. Nun hat der Freistaat angekündigt, die Beiträge für die nicht mehr betreuten Kinder zu erstatten. Die Stadt Germering kostet eine Erlass der Gebühren etwa 84 600 Euro pro Monat. Vom Freistaat erhält sie als Ausgleich laut der bislang genannten Zahlen etwa 66 200 Euro zurück. Das monatliche Defizit beträgt also 18 400 Euro. Johannes Landendinger (SPD), neuer Referent für Kindergärten und Krippen, plädierte für eine Zustimmung zur Rückzahlung der Gebühren. Die Verwaltung solle sich zudem Gedanken darüber machen, wie die Eltern finanziell entlastet werden könnten, deren Kinder die Einrichtung eines privaten Trägers besuchten, sagte er.

Sozialamtsleiter Martin Rattenberger, auch zuständig für die Kindertagesstätten, sagte in der Sitzung, momentan gebe es in fast allen der neun städtischen Kitas Notbetreuungsgruppen. 150 Erzieher kümmerten sich um die Kinder. Diese arbeiten in zwei von einander unabhängigen Schichten, damit eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus nicht auf alle pädagogischen Kräfte übergreifen kann.

© SZ vom 11.05.2020 / ano

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