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Im Landkreis:Bühnen bleiben leer

Kulturveranstalter verzichten auf übereilten Start am Montag

Die Kulturzentren im Landkreis zögern trotz der sinkenden Inzidenzwerte zu öffnen. Bleiben die Werte im Landkreis Fürstenfeldbruck in den nächsten Tagen unter dem Grenzwert von 100, dürften die Kulturforen von Montag, 17. Mai, an wieder Besucher - wenn auch nur mit negativem Test - begrüßen. Dennoch geben sie sich weiterhin vorsichtig.

Die Leiterin der Stadthalle Germering, Medea Schmitt, betont, dass sich erst am Montag entscheiden werde, ob das am Donnerstag geplante Konzert stattfinden kann. Auftreten sollen voraussichtlich am Donnerstag, 20. Mai, 19.30 Uhr, "Cuba Boarisch 2.0". Wie viele andere Veranstaltungen, war das Konzert schon im vergangenen Jahr vorgesehen gewesen und dann verschoben worden. Bis zum Sommer sind in der Stadthalle Germering noch acht weitere Events geplant - natürlich unter Vorbehalt. Für die anstehende Open-Air-Saison zeigt sich Schmitt aber optimistisch.

Das Stockwerk in Gröbenzell hat vorausschauenderweise gleich alle Veranstaltungen in den Juli verschoben. Trotz der Aussicht auf sinkende Inzidenzen habe man sich bewusst dazu entschieden, den Mai und Juni spielfrei zu lassen, erzählt Thomas Breitenfellner, Veranstalter im Stockwerk Gröbenzell. Prinzipiell könne das Stockwerk auch schon am Montag öffnen, so Breitenfellner, doch man warte lieber bis Juli. Dann kann der "Stockwerk-Sommer" von 15. Juli an mit etwas mehr Gewissheit starten. Die dreiwöchige Open-Air-Reihe mit etwa 20 Veranstaltungen beginnt mit einem Konzert der Bluestrings am Dienstag, 15. Juli, um 21 Uhr. Neben Konzerten werden Kabarettisten auftreten, und es wird Lesungen geben.

Auch das Veranstaltungsforum Fürstenfeld hat sich entschieden, am kommenden Montag nicht zu öffnen. "Zum einen gibt es bisher noch keine konkreten Vorgaben zu den Rahmenbedingungen und somit auch keine wirkliche Planungssicherheit. Zum anderen benötigen unsere Veranstaltungen einen organisatorischen Mindestvorlauf", berichtet Norbert Leinweber, Leiter des Veranstaltungsforums. Da das gesamte Team zusätzlich noch aus der Kurzarbeit reaktiviert werde müsse, sei, laut Leinweber, eine seriöse Organisation inklusive ökonomischer Überlegungen "nicht eben mal hopplahopp zu machen." Ein Neustart ist erst Mitte, Ende Juni geplant. Leinweber hofft, dass zu diesem Zeitpunkt der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Landkreis unter 50 ist, was den Gästen eine Testpflicht ersparen würde. Zu Beginn wird der Fürstenfelder Klaviersommer von Sonntag, 4. Juli, bis Samstag, 24. Juli, im Stadtsaal stattfinden. Dieser sei auch schon im vergangenen Jahr mit Erfolg coronakonform veranstaltet worden. Des weiteren werden auch im Veranstaltungsforum Termine aus dem vergangenen Jahr nun nachgeholt. Das geplante Open-Air-Programm startet mit einem Nachholauftritt des Kabarettisten Gerhard Polt am Sonntag, 25. Juli. Da der Auftritt bereits ausverkauft ist, rechnet Leinweber damit, dass "die Veranstaltung zweimal hintereinander gespielt werden muss." Nur so können alle Gäste mit genug Abstand untergebracht werden. Im Sommer sind der Kinosommer sowie weitere Open-Air-Shows vorgesehen. "Insgesamt sind bis Jahresende 54 Kulturveranstaltungen geplant", so Leinweber. Außerdem finden zahlreiche Märkte, statt. Dazu zählen die Internationalen Naturfototage, der Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt sowie die Fürstenfelder Kirta.

© SZ vom 15.05.2021 / LUWE
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