bedeckt München 24°
vgwortpixel

Gröbenzell:Ausgezeichnete Gedichte

Pega Mund wird Zweite beim Gertrud-Kolmar-Lyrikpreis

Ihr Gedichtzyklus "Fünf Pigmente" hat der Gröbenzeller Autorin Pega Mund bei der Vergabe des Gertrud-Kolmar-Preises den zweiten Platz eingebracht. Am vergangenen Freitag wurde der von der Literatin Julietta Fix ins Leben gerufene Lyrikpreis, der sich ausschließlich an Dichterinnen richtet und dieses Jahr erstmals ausgeschrieben war, im Hamburger Literaturhaus vergeben. Den mit 10 000 Euro dotierten ersten Platz hat die Münchner Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Ulrike Draesner belegt. Der mit 2500 Euro dotierte Förderpreis ging an die ebenfalls aus München stammende Dichterin und Journalistin Ronya Othmann. Als Zweitplatzierte erhält Pega Mund 4000 Euro. Gefördert wird der Preis vom Elbkulturfonds.

Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Literaturexpertinnen aus ganz Deutschland, hat die drei Finalistinnen in einem anonymen Auswahlverfahren aus mehr als 1000 Einsendungen bestimmt. In ihrer Laudatio für Pega Mund lobten die Schriftstellerin Olga Martynova und die Kritikerin Beate Tröger die "poetische Substanz" und die surrealistischen Anklänge in ihren Gedichten. Ihre besondere Spannung gehe aus einer "sehr reflektierten und zugleich selbstverständlich wirkenden Kombination von Strenge und Spiel" hervor. Klangliche und optische Unterstützung erhalte dieser Eindruck auch durch die durchgehende Kleinschreibung, umgangssprachliche Lautauslassungen sowie eine konsequente Anordnung von Versen und Strophen.

Die 57-jährige Pega Mund, die in Oberschwaben geboren ist und seit 2000 mit ihrer Familie in Gröbenzell wohnt, veröffentlicht ihre Gedichte seit 2014 in diversen Literaturzeitschriften. Darüber hinaus publiziert sie ihre Texte auch auf ihrem Online-Blog. Als studierte Psychologin arbeitet Pega Mund hauptberuflich an einer Förderschule mit heilpädagogischer Tagesstätte. Irgendwann, wenn Zeit und Geld es zulassen, würde sie gerne einen eigenen Lyrikband herausbringen.