Fürstenfeldbruck Zeichen gegen Atomwaffen

Appell für die Abrüstung: An der Hauptstraße wird am Freitag die hellgrün-weiße Flagge gehisst.

(Foto: Stadt Fürstenfeldbruck)

Fahne der "Mayors for Peace" weht vor dem Brucker Rathaus

Die Stadt beteiligt sich an einer Aktion der "Mayors for Peace", um damit ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen - gemeinsam mit etwa 300 Kommunen des weltweiten Netzwerks. An der Hauptstraße wurde am Freitag und damit drei Tage vor dem eigentlichen "Flaggentag" eine hellgrüne Fahne der "Mayors for Peace" gehisst.

Damit soll an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs Den Haag erinnert werden, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht worden ist. Dieser hatte Verhandlungen über die nukleare Abrüstung unter internationaler Kontrolle gefordert. Aus Recherchen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri geht freilich hervor, dass die Regierungen der Atommächte ihre nuklearen Waffenarsenale modernisieren. Auch die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA, die stockenden Abrüstungsverhandlungen mit Nordkorea sowie das offenbar bevorstehende Aus für den INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme geben Anlass zur Sorge. Daher wollen die "Bürgermeister für den Frieden" in diesem Jahr den Flaggentag nutzen, um an die Bundesregierung zu appellieren, sich für den Erhalt des INF-Vertrages einzusetzen.

"Mayors for Peace" wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Inzwischen gehören dem Netzwerk mehr als 7500 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. Im August 2014 hatte sich die Kreisstadt dem Bündnis angeschlossen - unter dem damaligen Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV).