Fürstenfeldbruck:Spezielle Fastentipps

Klimaschutzmanager des Landkreises geben Anregungen für einen umweltfreundlichen Alltag rund ums Badezimmer

Von Aschermittwoch bis Ostern erstreckt sich traditionell die Fastenzeit. Dabei wird das Fasten heutzutage nicht nur auf die Ernährung bezogen, sondern auch auf andere Lebensbereiche ausgedehnt. Aktueller Trend ist in diesem Zusammenhang das Klima-Fasten. Insbesondere geht es dabei darum, das eigene Konsumverhalten durch umweltfreundlichere Alternativen zu optimieren.

Die Klimaschutzmanager des Landkreises sowie der Städte und Gemeinden Maisach, Germering, Puchheim, Fürstenfeldbruck und Eichenau geben in den nächsten Wochen praktische Tipps, wie sich der Alltag klimafreundlicher gestalten lässt. Das Klimaschutzmanagement des Landkreises beginnt diese Woche des Klima-Fastens mit klimafreundlichen Ideen rund ums Badezimmer.

Haarseife, Bambuszahnbürste

Zur Haarwäsche und -pflege eignen sich ein festes Shampoo und der Conditioner am Stück. Und wer aufs Klima achtet, der putzt nachhaltig mit recyclingfähigem Material, zum Beispiel mit Zahnbürsten aus Bambus. Zahnseide aus Bienenwachs, Zahnpulver oder Zahnputztabletten verzichten zudem auf Mikroplastik und unnötiges Verpackungsmaterial.

Fürstenfeldbruck: Haarseife kann das flüssige Shampoo in der Plastikflasche ersetzen

Haarseife kann das flüssige Shampoo in der Plastikflasche ersetzen

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Pflegeprodukte selbst herstellen

Cremes, Lippenpflegestifte, Deos und Seifen lassen sich mit wenigen Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs leicht selbst herstellen. Somit weiß der Benutzer genau, was "drin steckt" und kann selbst entscheiden, welche Stoffe an die Haut kommen. Auch selbsthergestellte Putz- und Waschmittel aus Natron, Essig oder Zitronensäure reichen aus, um Oberflächen und Wäsche hygienisch rein zu bekommen. Natron ist außerdem eine echte Wunderwaffe!

Recyclingpapier

Toilettenpapier ist der Verkaufsschlager während der Corona-Pandemie. Dabei verwenden viele Hersteller kein recyceltes Altpapier, stattdessen wird Frischzellstoff unter anderem aus Eukalyptus-Bäumen verwendet. Hygienepapier hat nur eine kurze Lebensdauer. Es wird nur einmal verwendet und verschwindet anschließend in der Kanalisation. Im ökologischen Vergleich schneidet Recyclingpapier deutlich besser ab als Papier aus Frischfasern. Recycelte Fasern können bis zu sechsmal wiederverwendet werden. Damit werden der Holzverbrauch gesenkt und unsere Wälder geschont. Auch muss das Recyclingpapier nicht so intensiv gebleicht werden wie bei der Herstellung von Frischfaserpapier. Laut Umweltbundesamt wird für die Gewinnung von Recyclingpapier nur die Hälfte an Energie benötigt und bis zu 70 Prozent weniger Wasser verbraucht. Durch einen bewussten Kauf von recyceltem Hygienepapier kann man dazu beitragen, die Umwelt zu schonen. Dabei helfen uns Umweltsiegel, die richtige Entscheidung zu treffen. Umweltfreundliches Toilettenpapier erkennt man am "Blauen Engel". Hygienepapier, das mit dem Umweltsiegel ausgezeichnet ist, besteht zu hundert Prozent aus Altpapier. Der "Blaue Engel" steht nicht nur für Umweltschutz, sondern auch für Gesundheits- und Verbraucherschutz. Er garantiert ökologische Standards wie Altpapiergehalt, chlorfreie Bleiche und Einhaltung von Schadstoffgrenzen.

Eine Rolle hochwertigen Klopapiers hängt in einem gehobenen Hotel in der Hansestadt Bremen *** A ro

Um Ressourcen effizient einzusetzen, sollte das Toilettenpapier aus recyceltem Material hergestellt sein.

(Foto: Winfried Rothermel/Imago)

Natürliche Gesichtsreinigung

Auf Gesichtspeelings in Verpackungsmaterial mit Mikroplastik sollte verzichtet werden. Natürliche Schwämme wie Konjacschwämme erzielen den gleichen Effekt und sind biologisch abbaubar. Statt herkömmlicher Körperpeelings sollten günstige Alternativen wie Peelings mit Kaffee oder Kokosraspeln verwendet werden. Viele Hersteller werben zudem explizit mit dem Aufdruck "Ohne Mikroplastik". Der regelmäßig aktualisierte BUND-Einkaufsratgeber gibt Auskunft darüber, in welchen Kosmetikprodukten sich Mikroplastik und andere Kunststoffe verstecken. Kaputte Gegenstände sollten durch klimafreundliche Alternativen ausgetauscht werden wie FSC-zertifizierte Holzhaarbürsten oder Kämme, Edelstahl Rasierhobel, Nagelschere aus Edelstahl, Seifenschale oder (Rasier-)Pinsel aus Holz. Die wöchentlichen Beiträge finden sich unter www.lra-ffb.de/bau-umwelt/klimaschutz/klimaschutz-im-alltag

© SZ vom 15.02.2021 / SZ
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