Fürstenfeldbruck:Solvent in der Pandemie

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Etatberatungen beginnen mit ermutigender Nachricht

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

Die Kreisstadt kommt besser durch die Pandemie als befürchtet. Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) zeigte sich bei der Finanzausschusssitzung am Mittwoch vorsichtig optimistisch und sieht das im Zuge der Haushaltsberatungen vorgelegte Zahlenwerk als Beleg dafür, dass die Verwaltung gut gearbeitet habe. Der Ergebnishaushalt stellt die geplanten Aufwendungen und Erträge im Haushaltsjahr dar und ähnelt damit der kaufmännischen Gewinn- und Verlustrechnung. Rutscht er in die roten Zahlen, dann schmälert das am Ende das rechnerische Vermögen der Stadt und begrenzt dadurch langfristig auch ihren Spielraum für wichtige Investitionen.

Raff nennt als Gründe für die vergleichsweise erträgliche Entwicklung die hohen Schlüsselzuweisungen und die gesenkte Kreisumlage: "Das hat uns in die Karten gespielt". Gleichwohl dämpfte er vor den anstehenden Debatten über die Investitionspläne und damit die millionenschweren Posten allzu große Euphorie. Denn in den kommenden Jahren seien "die Aussichten nicht so gut". Und ständig vom Ersparten zu leben, gehe nun mal nicht.

Ins gleiche Horn stieß Finanzmanager Marcus Eckert, der vor einem Monat von Füssen nach Fürstenfeldbruck gewechselt ist und die Nachfolge von Susanne Moroff angetreten hat. Der Diplom-Verwaltungsfachwirt, der quasi als erste Amtshandlung auf einen digitalen Haushalt umgestellt hat, zeigte sich bei seinem Rückblick auf 2021 recht erfreut. So liege die Gewerbesteuer fünf Millionen Euro über dem Ansatz, so dass man voraussichtlich auf ein positives Jahresergebnis zusteuert. Die Verschuldung bezifferte er auf etwas mehr als 17 Millionen Euro, die Kassenkredite seien von 21 Millionen Euro auf null abgebaut worden. Allerdings fehlt auch Fürstenfeldbruck unterm Strich Geld. Den Kalkulationen zufolge steuert die Stadt beim Ergebnishaushalt für das angelaufene Jahr unterm Strich auf ein Defizit in Höhe von knapp 930 000 Euro zu - was immerhin deutlich besser ist als die bislang veranschlagten etwa fünf Millionen Euro. Beschlossen werden soll der Hauhalt vom Stadtrat am 22. Februar.

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