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Fürstenfeldbruck:Schüler müssen Fahrten selbst bezahlen

In der 11. und 12. Jahrgangsstufe müssen Schüler ihre Fahrten zur Schule selbst bezahlen. Der Jugendkreistag wollte das ändern. Die Kommunalpolitiker aus dem Kreistag votierten - mit Ausnahmen der Grünen - jetzt im Kreiskulturausschuss dagegen, eine endgültige Entscheidung trifft der Kreistag. Die Verwaltung hatte dafür Zusatzkosten von etwa einer Million Euro ausgerechnet. "Das ist nicht darstellbar", sagte Kreisfinanzreferent Johann Thurner (FW) im Ausschuss. Der Landkreis muss gesetzlich die Kosten für die Schülerbeförderung bis zur 10. Klasse übernehmen. Für ältere Schüler können sich Familien die Kosten ersetzen lassen, die 440 Euro pro Kind im Jahr übersteigen. Vor fast einem Jahr hatten die Kreisräte das Thema schon diskutiert und damals ihre Vorbehalte geäußert, eine Kostenübernahme könnte vielleicht ein Präzedenzfall werden. "Vom Anliegen her" sei der Antrag der Jugendlichen "durchaus zu begrüßen", sagte Landrat Thomas Karmasin (CSU), "die jungen Leute" würden aber "nicht aus allen Wolken fallen, wenn wir das aus Kostengründen ablehnen". Sophie Schuhmacher (Grüne) wollte zumindest einen 50-prozentigen Zuschuss erreichen, doch nur ihre grünen Kolleginnen stimmten zu. "Als junger Mensch ohne Auto", wie sie sagte, würde sie es unter Umweltaspekten nicht attraktiv finden, wenn die Schüler stattdessen mit dem Auto vorfahren.

© SZ vom 26.11.2020 / baz
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