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Fürstenfeldbruck:Neues von der Subkultur

Subkultur

Erinnerung an bessere Zeiten: Das Subkultur-Festival mit "Chris Mayer & Rockets" 2019.

(Foto: Günther Reger)

Podcast, Platz für Graffiti und Poetry Slam im Stream

Von Anna Schorr, Fürstenfeldbruck

In einer Online-Vollversammlung mit über 60 Teilnehmern hat die Musikinitiative "Subkultur" aus Fürstenfeldbruck vor kurzem Vorstand und Beirat neu gewählt. Erster Vorsitzender ist nun der 22-jährige Tim Niklas aus Fürstenfeldbruck, der seit dem Jahr 2019 im Vorstand ist. Zweite und dritte Vorsitzende sind die 27-jährige Katharina Williams aus Augsburg und die 29-jährige Aline Pronnet aus Fürstenfeldbruck.

Bei der Versammlung blickten die Mitglieder laut Pressemeldung auch auf das Corona-Jahr zurück. "Es war relativ schwierig", berichtet Leon Schubert, Pressebeauftragter und Beirat des Vereins. Zweimal hätten Online-Veranstaltungen mit Livemusik stattgefunden, aber eher "vereinsintern und nicht groß organisiert". Daneben habe die Subkultur von der Stadt Fürstenfeldbruck Gebäude in der Kirchstraße 3 zur Verfügung gestellt bekommen, um dort Kunstausstellungen aufzuziehen. Wechselnde Künstler hätten die Möglichkeit, dort ihre Werke zu zeigen. Um Solidarität mit der Eventbranche während der Pandemie zu zeigen habe der Verein außerdem an der "Night of Light" auf den 23. Juni teilgenommen und das Schlachthofgebäude in rotes Licht getaucht.

Solidarisch gegenüber dem Verein Subkultur, der sich seit 1994 für die Belange von Musikern, Künstlern und Kulturinteressierten einsetzt, zeigen sich laut Schubert die Mitglieder: "Vereinzelt gab es Kündigungen, aber im Großen und Ganzen konnten wir unsere Mitglieder halten", sagt er. Der Verein versucht sich nun an corona-konformen Angeboten.

"Seit Anfang des Jahres haben wir einen Podcast",sagt Schubert. "Bisher gibt es eine Folge. Wir wollen den Podcast nun weiterführen, er soll alle 14 Tage erscheinen." Geplant ist laut Schubert zudem ein Streamingangebot mit Livemusik, Gaming, Diskussionen und Poetry Slams in regelmäßigen Abständen. Außerdem spreche der Verein mit dem Stadtjugendrat darüber, Streetart- und Graffiti-Künstlern legale Freiflächen für ihre Kunst zur Verfügung zu stellen. Soweit es die Corona-Beschränkungen zulassen, sollen die Räumlichkeiten des Vereins an Bands und Musiker vermietet und Musikveranstaltungen im alten Schlachthof stattfinden. "Wir können nichts versprechen", sagt Schubert. "Aber wenn das Infektionsgeschehen es zulässt, würden wir im Sommer vielleicht mal etwas draußen machen."

© SZ vom 03.05.2021
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