bedeckt München 27°

Fürstenfeldbruck:Nachbessern in der Buchenau

Bahn hat offenbar Vorschriften für barrierefreie Haltestellen geändert

Die Aussichten steigen, dass die Forderung des Aktionsbündnisses "Buchenau barrierefrei" erfüllt werden, den dortigen Bahnhof anders als geplant umzubauen. Das Bündnis setzt sich dafür ein, dass die Bahnsteige und Zugänge so gestaltet werden, dass Senioren, Behinderte oder Mütter mit Kinderwägen jede S-Bahn benutzen können. Nach Angaben des Landtagsabgeordneten Reinhold Bocklet (CSU) haben sich die Vorschriften geändert, wie er von der Obersten Baubehörde erfahren habe. Nun sollen in Gesprächen mit der Stadt die Möglichkeiten ausgelotet werden, den barrierefreien Umbau zu modifizieren. Dabei müssten auch Mehrkosten und Verzögerungen erörtert werden. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass der Bahnhof Buchenau nicht aus dem laufenden Ausbauprogramm falle. Bocklet kritisierte, dass die bahninterne Vorschrift erst jetzt geändert worden sei.

Bislang sind ein neuer Außenbahnsteig auf der Südseite sowie eine Höherlegung des Bahnsteigs auf der Nordseite auf 96 Zentimeter vorgesehen. Beide Plattformen wären dann barrierefrei. Das Problem ist für das Aktionsbündnis der Mittelbahnsteig. Der soll für Regionalzüge mit niedrigeren Einstiegen 76 Zentimeter hoch bleiben. Die Initiative warnt, dass S-Bahnen bei Überholungen durch Fern- und Regionalzüge wieder am Mittelbahnsteig halten müssen. Gleiches gelte, wenn S-Bahnen getrennt werden. Die Bahn AG hatte argumentiert, der Mittelbahnsteig würde durch Aufzüge von einer neuen Fußgängerunterführung aus erschlossen. Der Niveauunterschied zwischen Bahnsteigkante und Zugtür könne durch eine mobile Rampe überwunden werden, die der Lokführer anlegt. Das Aktionsbündnis hält das für unzureichend. Die Brucker CSU unterstützt das Bündnis und hält den Vorschlag, alle Bahnsteige durch Rampen zugänglich zu machen, für eine Verbesserung. Dass darüber nun verhandelt werden soll, begrüßt auch Fraktionschef Andreas Lohde. "Wir sind auf einem guten Weg und freuen uns, dass es jetzt so schnell geht."

© SZ vom 29.11.2016 / bip

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite