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Fürstenfeldbruck:Metzger getestet, Flüchtlinge nicht

Sämtliche 21 Mitarbeiter des Brucker Schlachthofes sowie zwei amtliche Tierärzte sind vor einer Woche vom Gesundheitsamt auf Covid-19 getestet. Keiner ist infiziert. In dem Betrieb in der Hasenheide versuchen die Mitarbeiter die Mindestabstände einzuhalten oder tragen, wenn das nicht möglich ist, Atemschutzmasken, etwa bei der Häutung der getöteten Tiere. Der Test ist insofern bemerkenswert, als das Gesundheitsamt Fürstenfeldbruck im Fall von Infektionen in Flüchtlingsunterkünften, wo alle auf engstem Raum leben müssen, auf solche Reihentests verzichtet. Zur Begründung heißt es, alle Bewohner zu testen wäre sinnlos, weil sich nur eine Momentaufnahme ergeben würde. Auf die Frage, welcher Unterschied zwischen Metzgern und Flüchtlingen besteht, erklärte der Pressesprecher des Landratsamtes, der Test im Schlachthof sei vom bayerischen Gesundheitsministerium angeordnet worden, im Rahmen der Reihentestung in Schlachtbetrieben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

© SZ vom 30.05.2020 / bip

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