Fürstenfeldbruck Kreistag billigt MVV-Tarifreform

Der Fürstenfeldbrucker Kreistag hat die MVV-Tarifreform am Donnerstagnachmittag mit 47:12 Stimmen gebilligt. Die Reform wird allerdings nur umgesetzt werden, wenn sämtliche Landkreise zustimmen. Der Kreis Fürstenfeldbruck tat das nach einer intensiven, mehr als einstündigen Debatte und folgte damit den positiven Voten aus Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und der Stadt München. Die übrigen Landkreise stimmen erst nach der Sommerpause ab. Grünen-Kreisrat Martin Runge hatte bemängelt, dass mit der Reform auf einzelne Fahrgäste deutliche Nachteile zukämen: "Kein Landkreis ist bei den Zeitkartentarifen so negativ betroffen wie Fürstenfeldbruck."

Die Reform soll zum 9. Juni nächsten Jahres umgesetzt werden und das Tarifsystem auf eine Zone M und sechs Zonen im Umland vereinfachen und unter anderem ein Sozialticket und eine U21-Streifenkarte einführen. Landrat Thomas Karmasin (CSU) berichtete davon, wie mühsam der mehrjährige Entscheidungsprozess gewesen war, weil die Landeshauptstadt und das Umland gegenläufige Interessen hätten. Er räumte ein, dass "es einige Verlierer gibt". Dies aber müsse man im Sinne des Gesamtprojekts hinnehmen