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Fürstenfeldbruck:Initiative kritisiert Bahn-Pläne

Mit Beginn des neuen Fahrplans entfallen Regionalzughalte in Bruck

Von Erich C. Setzwein, Fürstenfeldbruck

Mit Bedauern und Kritik hat die Initiative "S-4-Ausbau jetzt" auf den Wegfall der letzten Regionalzugverbindungen in Fürstenfeldbruck von Dezember an reagiert. Mit Umstellung des Fahrplans entfallen laut BI-Sprecher Mirko Pötzsch sowohl die Verbindung von Fürstenfeldbruck nach München um 5.59 Uhr als auch der Zug in Gegenrichtung, der um 7.37 Uhr von Bruck abfährt. "Für uns als Bürgerinitiative S-4-Ausbau jetzt ist dieser Schritt weder nachvollziehbar noch hinsichtlich der Prämisse eines angestrebten guten ÖPNV akzeptabel. Dies gilt auch für die bisher nicht vorhandene Öffentlichkeitsarbeit!", so die Kritik. Pötzsch forderte die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) auf, gegenüber den Fahrgästen in der Sache Stellung zu beziehen.

Die Bürgerinitiative habe erst durch eigene Abfragen im neuen Fahrplan entdeckt, dass die beiden Regionalzüge in Bruck nicht mehr halten. Mit Beginn des neuen Fahrplans hätten in Bruck eigentlich mehr Regionalzüge halten sollen "mit einer weiteren Verdichtung auf einen Stundentakt nach Fertigstellung des Bahnsteigs an Gleis eins ab circa Dezember nächsten Jahres", schreibt Pötzsch. Wie die BI erfahren haben will, verschiebt sich diese Planung um mindestens ein Jahr. Die Initiative, die sich als Vertretung der S-Bahnnutzer sieht, hält es für wichtig, wenigstens ersatzweise und kurzfristig einen morgendlichen Halt in Fürstenfeldbruck - ähnlich wie der entfallende Halt des Alex-Zuges zu prüfen und einzuplanen. Dass Regionalzughalte zusätzlich zum S-Bahnverkehr in Fürstenfeldbruck notwendig und erforderlich seien, zeigten die Anstrengungen des Freistaates, den für die Regionalzüge benötigten des Bahnsteig 1 zu planen und auszubauen.

© SZ vom 11.11.2020
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