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Fürstenfeldbruck:Fliegerhorst soll 2023 geschlossen werden

Voraussichtlich erst 2023 soll der Abzug der Bundeswehr vom Standort Fürstenfeldbruck abgeschlossen sein. Das hat eine Anfrage der Stadt beim Verteidigungsministerium ergeben. Im Dezember hatte der amtierende Zweite Bürgermeister Erich Raff (CSU) die Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) um Aufklärung darüber gebeten, wann die Bundeswehr das Gelände freimacht, nachdem die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Grundstückseigner noch Anfang 2016 als Termin das Jahr 2020 genannt hatte. Vertreter der Bundeswehr hatten in Gesprächen hingegen Mitte 2022 genannt. Mit Blick auf die Verhandlungen mit dem Bayerischen Sozialministerium zum Thema Umwandlung der Asyl-Erstaufnahmestelle in eine Kurzaufnahmeeinrichtung sowie den Planungen für die zivile Umnutzung erbat die Stadt deshalb an höchster Stelle Auskunft. Die Antwort des Verteidigungsministeriums ging am Montag ein. Darin heißt es laut Stadt, das Ministerium habe "entschieden, den Schließungszeitpunkt für die Liegenschaft Fliegerhorst Fürstenfeldbruck zu verschieben". Nun soll der komplette Abzug "voraussichtlich 2023" abgeschlossen sein, "abhängig von der Fertigstellung der Baumaßnahmen in Roth, Untermeitingen, Köln, Kropp und Euskirchen".

Die Offizierschule der Luftwaffe hält am geplanten Umzugstermin nach Roth bei Nürnberg fest. Kommandeur Michael Traut hatte jüngst beim Neujahrsempfang bekräftigt, dass die bundesweit einmalige Ausbildungseinrichtung Ende 2021 den Standort Bruck verlassen soll, noch vor anderen, kleineren Einheiten.

© SZ vom 09.02.2017 / slg
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