bedeckt München 17°
vgwortpixel

Fürstenfeldbruck:Erst drei, später vier Gleise

Ministerin Schreyer -  drei Gleise jetzt - vier Gleise bleiben möglich -

Was den Ausbau der S4 betrifft, sind sich die Parteifreunde einig: Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch, Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Landrat Thomas Karmasin wollen erst drei, dann vier Gleise.

(Foto: Landratsamt)

Die neue bayerische Verkehrsministerin hält an den alten S4-Ausbauplänen fest

Es bleibt vorerst bei einem dreigleisigen Ausbau der S 4 bis Eichenau. Das hat die neue bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) ihren Parteifreunden, dem Landrat Thomas Karmasin und dem Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch, in einem Gespräch mitgeteilt. Nach Angaben aus dem Landratsamt hat Schreyer bei dem Treffen jedoch versichert, dass es der politische Wille der Staatsregierung sei, "in der Zukunft auch den viergleisigen Ausbau der S 4 zu ermöglichen". Allerdings dürfe die aktuelle Planung der drei Gleise dadurch nicht gefährdet werden, um die Fahrgäste möglichst schnell zu entlasten. Die Pläne würden aber so realisiert, dass ein viertes Gleis nicht blockiert werde, betonte die Ministerin.

Der Landrat sieht sich bestätigt. Er sei dankbar, dass die Ministerin "noch einmal klargestellt hat, dass die zeitnahe Realisierung des dritten Gleises einen späteren Ausbau auf vier Gleise nicht verhindert". Das sei besser als eine "weitere Verzögerung für eine Optimallösung irgendwann". Miskowitsch bezeichnete den Termin als "gut und wichtig, um die Brisanz der Thematik nochmals zu platzieren".

Die Regierung verspricht den Ausbau seit Jahrzehnten, hat diesen aber zugunsten eines zweiten Tunnels in München zurückgestellt. Statt vier Gleise bis Buchenau sollen nur drei Gleise bis Eichenau verlegt werden. Nach jahrelangen Protesten kündigte Schreyers Vorgänger eine weitere Machbarkeitsstudie zur Viergleisigkeit an. Kritiker warnen, dass die aktuellen Pläne für das dritte Gleis so aussehen, dass neue Brücken, Bahnhöfe und Unterführungen wieder abgerissen werden müssten, sollte sich die Regierung irgendwann für ein viertes Gleis entscheiden.

© SZ vom 11.03.2020 / bip

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite