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Fürstenfeldbruck:Bund Naturschutz droht mit Klage

Kreisverband lehnt Erweiterung der BMW-Driving Academy ab

Der Bund Naturschutz will sich notfalls gerichtlich gegen die Fortführung und den Ausbau der BMW-Driving-Academy zulasten von Biotopen auf Teilen des früheren Fliegerhorsts wehren. In einem öffentlichen Brief geißelt BN-Kreisvorsitzende Eugenie Scherb einen im Mai vom Stadtrat gefassten Beschluss als völlig falsch, wirft der Stadt vor, sich "zum Handlanger der Umweltzerstörer" zu machen und damit schuld zu sein an "noch größeren Lärmbelastungen" und Umweltbelastungen auf einem ausgewiesenen FFH-Gebiet. Es geht vor allem um Flächen auf Gebiet der benachbarten Gemeinde Maisach, deren Mietvertrag mit BMW 2021 ausläuft. Die Stadt hatte dem Automobilkonzern den Weg geebnet, weiterhin den ehemaligen Fliegerhorst zu nutzen und auch auf Brucker Gebiet ein Seminargebäude zu errichten, dies aber an Auflagen geknüpft: BMW soll sich zur Einhaltung der für "urbane Gebiete" geltenden Immissionsgrenzwerte sowie zur Kostenübernahme von Planungen und Gutachten verpflichten. Ziel ist es, die Lärmbelästigung der Bewohner künftiger Wohnsiedlungen südlich der Startbahn auf ein zumutbares Maß zu reduzieren. Erreicht werden könnte dies beispielsweise durch die lärmabschirmende Ausrichtung der Neubauten. Gemeinsam mit BMW und der Nachbargemeinde Maisach will Bruck nun ein Konzept erarbeiten.

Die BN-Kreisgruppe wirft der Stadt vor, "dem Druck von BMW" ohne Notwendigkeit nachgegeben zu haben. Scherb: "Nach unserer Meinung hat so eine Einrichtung in einem so dicht besiedelten Landkreis nichts zu suchen." Und weiter: "Man fragt sich, wer hier die Strippen zieht zugunsten von BMW."