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Fürstenfeldbruck:Besondere Bedingungen

An den Realschulen beginnen an diesem Mittwoch die Abschlussprüfungen

Von Lea Schellenberg, Fürstenfeldbruck

Eine Woche später als üblich endet die Schule für die Zehntklässler aus den Realschulen. Wegen der corona-bedingten Einschränkungen im Schulbetrieb wurden die Abschlussprüfungen in den Realschulen um 14 Tage verschoben. Für die Lehrer entsteht dadurch ein großer Zeitdruck, da sie innerhalb weniger Tage die Prüfungen korrigieren müssen, um die Zeugnisse herausgeben zu können. Die Schüler konnten die vergangenen Wochen nutzen, um sich intensiv und gezielt mithilfe der Lehrkräfte auf die Prüfungen vorzubereiten. Insgesamt 26 Klassen beginnen an diesem Mittwoch mit den Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife. Wie gewohnt, finden die schriftlichen Prüfungen in den Turnhallen der Schulen statt. Dort ist durch die hohe Decke viel Luft, zudem eine professionelle Lüftungsanlage und am allerwichtigsten, Ruhe, erörtert der Schulleiter der Realschule Unterpfaffenhofen, Christoph Breuer. Freilich würden auch die Hygiene- und Abstandsvorschriften beachtet, fügt Direktorin Doris Lux von der Orlando-di-Lasso-Realschule in Maisach hinzu.

Für die Hörverständnisprüfungen in den Sprachen werden in Maisach sowie an der Ferdinand-Miller-Realschule in Fürstenfeldbruck, der staatlichen Realschule Unterpfaffenhofen und der Puchheimer Realschule die Klassen in Gruppen geteilt. Dieser Teil der Englisch- und Französischprüfungen soll in den Klassenzimmern stattfinden. Die Akustik in der Turnhalle sei zu schlecht, als dass dort der Verständnisteil geprüft werden könne, sagt Michael Heimes, Schulleiter der Ferdinand-Miller-Realschule. Für die Hörverständnisprüfung in Englisch wird in Unterpfaffenhofen das ganze Schulgebäude benötigt, da laut Schulleiter Breuer nur jeder zweite Raum besetzt werden kann. Die Räume seien hellhörig und durch die versetzte Wiedergabe der Aufnahmen könne sonst ein Echo entstehen, welches störend für die Schüler und deren Verständnis sei, sagt er. Dafür sei viel Personal nötig, betont Lux.

Bekanntgegeben werden die Noten am 14. Juli. Schüler, deren Noten sich verschlechtert haben, können sich für die mündlichen Prüfungen anmelden, um ihre Note noch zu verbessern. Am 24. Juli soll dann an allen Schulen die Zeugnisvergabe stattfinden. Eine Abschlussfeier wird es allerdings nicht geben können, da sind sich die Schulleiter einig. Im Veranstaltungsforum in Fürstenfeldbruck oder in der Stadthalle in Germering zu feiern, darauf muss dieser Abschlussjahrgang verzichten. Es soll aber eine feierliche Übergabe der Zeugnisse veranstaltet werden, bei der die Klassen einzeln an die Reihe kämen, sagt Lux. Nach heutigem Stand könnten die Eltern der Schüler bei den Zeugnisübergaben in Puchheim und Maisach nicht dabei sein. Deshalb wird darüber nachgedacht, eine Live-Übertragung anzubieten. Schulleiterin Doris Lux kündigt an, es werde eine Videobotschaft von Landrat Thomas Karmasin zu erwarten sein und auch auf Fototermine solle nicht verzichtet werden müssen. "Des mach ma scho sche", sagt sie. Es solle eine würdige Verabschiedung vollzogen werden, meint auch Realschulleiter Glauz.

© SZ vom 01.07.2020

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