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Fürstenfeldbruck:Abschied nach 16 Jahren

Kirche

Nach 16 Jahren in Fürstenfeldbruck wechselt Ursula Leitz-Zeilinger ans Gottesdienstinstitut in Nürnberg.

(Foto: Privat)

Pfarrerin Ursula Leitz-Zeilinger verlässt die Gnadenkirche

Von Elisabeth Deml, Fürstenfeldbruck

16 Jahre lang war Ursula Leitz-Zeilinger Pfarrerin der Gnadenkirche in Fürstenfeldbruck. Nun verabschiedet sie sich am Sonntag, 31. Januar, von ihrer Kirchengemeinde, um eine neue Projektstelle am Gottesdienstinstitut in Nürnberg anzutreten. Dort wird sie an der Ausbildung von Mesnern, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen mitwirken. In Fürstenfeldbruck engagierte sich Leitz-Zeilinger als Pfarrerin, Religionslehrerin, Diakoniebeauftragte, Seelsorgerin und Organisatorin des Ökumenischen Kirchentages.

"Die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die ihr Leben mit mir teilen und mir Vertrauen entgegenbringen, das erfüllt meinen Beruf", erklärt Leitz-Zeilinger. Bereits in ihrer Jugend setzte sie sich intensiv mit Glaubensthemen in ihrer Familie und im Religionsunterricht auseinander. "Ich kannte damals keine religiösen Vorbilder. Das wollte ich ändern", beschloss sie und entschied sich im Alter von 20 Jahren für ein Theologiestudium.

"Meine Kollegin hat sich in besonderer Weise für ihre Mitmenschen eingesetzt. Sie besitzt ein großes Herz und versucht jeden in die Gemeinde einzubinden", erzählt Pfarrer Markus Ambrosy nach 16 Jahren gemeinsamer Arbeit. "Mit ihrer ruhigen und stillen Art ist sie für jeden Menschen erreichbar und wirkt oftmals im Unsichtbaren. Sie ist eine gute Zuhörerin und hat immer ein offenes Ohr. Ihr gelingt es durch ein hohes Einfühlungsvermögen, ein "Wir-Gefühl" untereinander zu schaffen und eben kein pastorales Gefälle." Im Hinblick auf Leitz-Zeilingers neue Stelle in Nürnberg sagt Ambrosy noch: "Ich freue mich für sie. Jede Sache hat ihre Zeit, besagt eine Bibelstelle und es ist schön im Guten zu gehen."

Leitz-Zeilinger wird nach 16 Jahren als Pfarrerin stets Positives mit Fürstenfeldbruck verbinden. "Ich werde die Offenheit der Gnadenkirche, das gute Verhältnis und die Verknüpfungen zu unseren Nachbargemeinden in Erinnerung behalten", erzählt sie. Gleichzeitig freue sie sich auf das kommende Amt. "In Nürnberg erwartet mich eine ganz andere Tätigkeit. Ich hoffe, meine Erfahrungen mit Menschen gut einbringen zu können."

© SZ vom 21.01.2021
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