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Bußgeldkatalog:Höhere Strafen wirken noch nicht

Germeringer Polizei fährt Verkehrsüberwachung wieder hoch

Von Ingrid Hügenell, Germering

Die Lockerung der Corona-Beschränkungen wirken sich laut Polizei auch auf den Straßenverkehr aus. Seit voriger Woche nehme er "Tag für Tag mehr Fahrt auf", heißt es im Polizeibericht. Entsprechend voller werde es auf den Straßen. Das und der seit voriger Woche verschärfte Bußgeldkatalog insbesondere hinsichtlich Geschwindigkeitsverstößen halte einige Verkehrsteilnehmer jedoch nicht davon ab, die geltenden Tempolimits und auch andere Verkehrsregeln zu missachten.

Am Mittwoch kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Germering mit einem mobilen Lasergerät auf der Augsburger Straße die Geschwindigkeit der Vorbeifahrenden. Innerhalb einer Stunde stellten sie laut Polizeibericht fünf Autofahrer fest, die bei einem Tempolimit von 40 Stundenkilometern zu schnell waren. Für zwei Autofahrer, die 21 und 26 Stundenkilometer zu schnell waren, zieht der Verstoß ein einmonatiges Fahrverbot sowie eine Geldbuße von 80 beziehungsweise 100 Euro nach sich. Die Fahrer eines SUVs und eines Kleinwagens waren laut Polizei überrascht vom Fahrverbot, blieben aber freundlich.

Innerhalb kürzester Zeit fielen zudem gleich vier Fahrradfahrer auf, weil sie mit dem Handy am Ohr unterwegs waren. Alle vier Radfahrer müssen deswegen mit einem Bußgeld von 55 Euro rechnen. Aufgefallen waren zwei der vier Radler den Kollegen zunächst dadurch, dass sie in der Nacht ohne Licht unterwegs waren. Auch diese beiden ertappten Verkehrssünder blieben trotz des zu zahlenden Bußgeldes von immerhin 70 Euro durchweg höflich und freundlich, was laut Bericht heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

© SZ vom 19.05.2020
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