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Althegnenberg:Streitpunkt Feuerwehrhaus

Gemeinderat Althegnenberg entscheidet über Bürgerbegehren

Am diesem Donnerstag wird der Gemeinderat von Althegnenberg entscheiden, ob das Bürgerbegehren "Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Althegnenberg" zulässig ist. Vor der Abstimmung wird unter anderem über eine Ausarbeitung von Kreisbrandrat Hubert Stefan zu diesem Thema diskutiert, das Einfluss auf die Abstimmung haben könnte. Der Feuerwehrchef des Landkreises sieht das Vorhaben, die Feuerwehren von Hörbach und Althegnenberg zukünftig unter ein Dach zu bringen "eher skeptisch". Ein großes Problem wäre seiner Ansicht nach dann die Einhaltung der Hilfsfrist, wonach Feuerwehren spätestens zehn Minuten nach der Alarmierung in ihren Ortsbereichen am Einsatzort eintreffen müssen. "Ich denke, man würde sich verschlechtern", sagte Stefan zur SZ.

Details zur Stellungnahme nannte er nicht, "um der Beratung nicht vorzugreifen". Auslöser für die Einleitung eines Bürgerbegehrens war der im Dezember 2019 mit sieben gegen sechs Stimmen äußerst knapp gefasste Beschluss, in der Ortsmitte von Hörbach ein neues Feuerwehrhaus zu errichten. Daraufhin hatten die Gegner in kurzer Zeit mehr als 500 Stimmen gesammelt und damit den Antrag auf einen Bürgerentscheid bei der Gemeinde eingereicht. 160 Unterschriften hätten ausgereicht. Sie wollen ein gemeinsames Haus für beide Wehren, um die im Rahmen der Dorferneuerung geschaffene Grünfläche mit Renaturierung des Sandbrunnenbaches zu erhalten. Zudem könnte man nach Steuergelder sparen, da auch das Gerätehaus der Althegnenberger Feuerwehr absehbar neu gebaut werden soll.

© SZ vom 19.02.2020 / mann
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