Schulsportplatz versus Kinderhaus:Podiumsdiskussion fällt aus

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Initiatoren des Bürgerbegehrens in Alling sagen die geplante Veranstaltung ab.

Von Manfred Amann, Alling

In Alling weisen derzeit Werbebanner auf den Bürgerentscheid hin, bei dem am Sonntag, 22. Mai, darüber abgestimmt wird, ob der Bolz- und Schulsportplatz erhalten oder etwa zur Hälfte für ein neues Kinderhaus geopfert werden soll. Nachdem die Initiatoren des Bürgerbegehrens "Rettet den Allinger Schulsportplatz" als auch die Mitglieder der Gegen-Initiative "Sichert die Kinderbetreuung der Gemeinde Alling" in Informationsveranstaltungen ihre jeweilige Sicht dargestellt hatten, sollte nun noch eine Podiumsdiskussion stattfinden. Dazu kommt es jedoch nicht, weil aus Sicht der Gegner der Bebauung die Bürger bereits durch die Berichterstattung in der Presse, Wurfzettel und Informationsveranstaltungen gut informiert sind und in Kürze die Gemeindeverwaltung die Wahlunterlagen versendet. "Wir wollen die Bürger nicht bedrängen, sondern in Ruhe entscheiden lassen. Diese wissen längst, um was es geht, und die meisten haben sich bereits ein Bild gemacht", erklärt Robert Schröder, Mitinitiator des Bürgerbegehrens.

Die Befürworter des Kinderhauses bedauern die Absage

Die Befürworter des Kinderhauses bedauern, dass es zu der Podiumsdiskussion nicht kommt, mit der man den demokratischen Prozess habe fördern wollen. Es werde die Chance vertan, noch unschlüssigen Bürgern bei der Meinungsbildung zu helfen. Ich finde das sehr schade", bedauert Zweiter Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Hans Friedl (FW). Bürgermeister Stefan Joachimsthaler (CSU) ist enttäuscht, dass es zu dem wichtigen Thema, welches angeblich so vielen im Ort am Herzen liegt, zu keiner offenen Diskussion mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens und mit den Bürgern kommt. Thomas Muderlak (CSU) teilt mit, dass es ihm als Initiator des Ratsbegehrens "Sichert die Kinderbetreuung der Gemeinde Alling" und allen Unterstützern auch immer um den offenen Austausch von Argumenten in und mit der ganzen Bürgerschaft gegangen sei. Dass die Verantwortlichen für das Bürgerbegehren eine Podiumsdiskussion ablehnten, möge aus deren Sicht taktisch vielleicht richtig sein, "politisch und argumentativ ist es allerdings eine Bankrotterklärung". Die Vertreter des Ratsbegehrens laden nun an diesem Mittwoch, 27. April, zu einem Stammtisch ein, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.

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