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Vorstoß aus Eching:Übergangslösung angemahnt

Verein fordert, Kostenübernahme für Demenz-WGs zu regeln

Der Verein "Älter werden in Eching" als Unterstützer der Wohngruppe für Demenzkranke im Alten Service Zentrum (ASZ) fordert, endlich eine bayernweit gültige Kostenübernahme-Regelung für Demenz-WGs zu finden. Eine Versorgung dürfe nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Die öffentliche Hand springe bei den Kosten zwar ein, wenn das eigene Geld nicht mehr reiche, unerfreulicherweise sei aber nicht klar, welcher Teil der öffentlichen Hand dies übernehme. Seit langem sei strittig, ob der überörtliche Sozialhilfeträger (also die Bezirke) oder aber der örtliche Sozialhilfeträger (Kommunen und Kreise) zuständig ist. Das führe häufig dazu, dass niemand zahle.

Viele Demenzkranke, meist vertreten durch ihre Angehörigen, haben ihren Einzelfall daraufhin vor Gericht gebracht, wie der Verein schreibt. Leider regelten die gerichtlich erlassenen Beschlüsse immer nur Einzelfälle. Eine generelle Zuständigkeit ergebe sich daraus noch nicht. Menschen, die an Demenz erkrankt sind, müssten hier und heute versorgt werden - und zwar unabhängig von ihrem Geldbeutel - und könnten nicht warten, bis die strittige Lage endlich geklärt ist. Deswegen werde eine Vorleistung als Übergangslösung für die Kostenübernahme dringend gebraucht.

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