Von Eching nach Berlin:Leon Eckert gibt seine Ämter nach und nach auf

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Auch als Dritter Bürgermeister will der Bundestagsabgeordnete zurücktreten, allerdings erst nach Klärung der diversen Anschuldigungen gegen Bürgermeister Sebastian Thaler

Von Klaus Bachhuber, Eching

Nach seiner Wahl in den Bundestag will der Echinger Gemeinderat Leon Eckert Aufgaben in der Gemeinde abgeben. Auch als Dritter Bürgermeister will er zurücktreten, allerdings erst nach Klärung der diversen Anschuldigungen gegen Bürgermeister Sebastian Thaler. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Zweiter Bürgermeisterin Stefanie Malenke leitet Eckert die Arbeitsaufträge des Gemeinderats zur Untersuchung der Vorfälle.

"Als Dritter Bürgermeister wurde ich gewählt, für die Gemeinde einzustehen, auch in schwierigen Zeiten", so Eckert. Eine Übergabe des Amtes könne daher "nur erfolgen, wenn die offenen Sachverhalte geklärt sind". Jetzt auszuscheiden, würde "den Aufklärungsprozess extrem erschweren, weil erst die erneute Einarbeitung des Nachfolgers in die Materie erfolgen müsste". Eckert bereitet gerade die Vorgänge bezüglich der Kostenerstattungen an den Bürgermeister in einem Rechtsstreit auf sowie die Umstände der Auftragsvergaben durch die Gemeinde an einen Schwager des Bürgermeisters.

Zusätzlich wird Eckert als Verbandsrat im Zweckverband Verkehr und Versorgung Neufahrn/Eching ebenso ausscheiden wie als Vertreter der Gemeinde im Heideflächenverein und als Rad- und Mobilitätsbeauftragter. Ein Nachfolger als Dritter Bürgermeister wird dann im Gemeinderat gewählt. Die abgegebenen Sitze in den Zweckverbänden ersetzt die Fraktion der Grünen durch Lena Haußmann im Zweckverband und Axel Reiß im Heideflächenverein. Als neue Rad- und Mobilitätsreferentin schlagen die Grünen Angelika Pflügler vor. Auch diese Position muss der Gemeinderat bestätigen.

Eckert gehört seit 2014 dem Echinger Gemeinderat an. Seit dem Beitritt der Gemeinde zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen ist er Fahrradbeauftragter. 2020 wurde er zum Dritten Bürgermeister gewählt. Im September 2021 wurde er für die Grünen in den Deutschen Bundestag gewählt, wo er dem Innenausschuss angehört.

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