bedeckt München 14°

Virtuelle Zusammenkunft:Grußwort aus Freising

CSU-Neujahrsempfang bietet auch ein kleines lokales Fenster

Der Januar neigt sich dem Ende zu, doch eine Veranstaltung stand noch aus, die traditionell einen Blick auf das gerade begonnene Jahr wirft: der Neujahrsempfang der CSU. Auch diese von 5000 Interessierten besuchte Veranstaltung musste diesmal virtuell stattfinden. Auf der nach einer Anmeldung erreichbaren Website fand sich auch ein Grußwort des Freisinger Kreisvorsitzenden Florian Herrmann, in welchem er postulierte, positiv ins neue Jahr zu blicken und allen dankte, die bei der Pandemie-Eindämmung helfen: "Wir müssen zusammenstehen, um Corona am Ende zu besiegen."

Außerdem gab es Links zu Aktionen der CSU wie "Tempolimit? Nein Danke!" oder "Gastro retten" und eine Kommentarspalte. Es bestand sogar die Möglichkeit eines persönlichen Defilees in Form eines Fotos mit dem CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume im Hintergrund. Die gesamte Atmosphäre erinnerte, obwohl die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alleine im eigenen Wohnzimmer saßen, an vergangene Veranstaltungen dieser Art. Es gab einiges zu entdecken, um sich die Zeit bis zum Highlight zu vertreiben: dem Live-Programm mit Blume als Moderator und Söders Ansprache. Dem obligatorischem Rückblick auf das Jahr 2020 folgte ein Ausblick auf das laufende Jahr in Form einer Rede des Ministerpräsidenten. Obwohl Corona wenig überraschend tonangebend war, schaffte Söder es, ernst, aber auch voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken: "Leben retten ist unser größtes Handlungsmotiv in der Pandemie", sagte er.

Natürlich war auch der kommende Wahlkampf zur Bundestagswahl im September thematisiert worden. Dabei appellierte Söder an die Vernunft der Beteiligten. Niemand solle in diesen Krisenzeiten auf "taktische Spiele" zurückgreifen, mahnte er. Derzeit gebe es Dringenderes. Und obwohl die CSU mit dieser und anderen Veranstaltungen zeigte, dass sie der Digitalisierung viel Bedeutung zumisst, kritisierte Söder, dass es bei der Umsetzung im Alltag noch zu viele Probleme gebe und dies schleunigst verbessert werden müsse.

Mit seinen abschließenden Worten vermittelte er die positive, aber auch drängende Botschaft, die sich durch die komplette Rede zog: Jeder könne jetzt seinen Beitrag leisten: "Corona ist eine geistige und charakterliche Frage, nicht nur eine medizinische", betonte Söder.

Beim Austausch per Videobotschaft mit der jüngeren Generation am Ende der Veranstaltung sprach diese wahrscheinlich allen aus den Herzen, als sie als ihre größten Wünsche für 2021 "Normalität und Gesundheit" angab.

© SZ vom 26.01.2021 / hadi
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema