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Traditionsgasthaus in Eching:Strategisch wichtig

Gemeinde Eching kauft "Huberwirt" in der Ortsmitte

Die Gemeinde Eching hat das Traditionsgasthaus "Huberwirt" in der Ortsmitte erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bürgermeister Sebastian Thaler nannte die Summe "fair und vertretbar". Laut der Eigentümerfamilie gab es noch andere Interessenten. Da es der alteingesessenen Familie Graßl aber ein Anliegen war, ihren "Huberwirt" in gute Hände zu geben, war man froh darüber, dass mit der Gemeinde ein an nachhaltiger Entwicklung der Ortsmitte interessierter Käufer gefunden wurde. Das wäre auch im Sinne Ihres 2007 verstorbenen Mannes, dem Seniorchef Johann Graßl, gewesen, betonte Elisabeth Graßl.

Für die Gemeinde, so Bürgermeister Thaler, "handelt es sich um ein strategisch sehr wichtiges Grundstück in bester Ortsmittenlage". Es sei umringt von Rathaus, Alten- und Service Zentrum (ASZ) und der alten Post. "Dieser Lückenschluss ermöglicht der Gemeinde künftig ganz neue Möglichkeiten für die Gestaltung der Ortsmitte", sagte er. Der Huberwirt wurde 1955 neu gebaut, 1972 folgte der Anbau der Hotelzimmer über dem Saal. Der Gaststättenbetrieb wurde im Herbst 2019, der Hotelbetrieb nun im Juni eingestellt. Dass die Gemeinde künftig keine Gaststätte betreibt, machte Thaler klar, man übernehme ein "Grundstück mit Gebäude zur freien Verwendung". Eine Arbeitsgruppe aus Gemeinderat, ASZ, dem Verein "Älter werden in Eching" und der Volkshochschule wird jetzt ein Nutzungskonzept erarbeiten. Bis dahin kann man sich im Rathaus auch einen Betrieb mit einem Pächter vorstellen.

© SZ vom 04.07.2020 / av

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