bedeckt München 17°
vgwortpixel

Tipps der Caritas Freising:Kindgerechte Antworten zur Corona-Krise

Kinder spüren sehr genau, dass gerade vieles anders ist. Ob sich das Kind gar nichts anmerken lässt, plötzlich in der Entwicklung einen Schritt rückwärts macht oder aber mit vielen Fragen oder sogar Angst auf die aktuellen Begebenheiten reagiert: "Die derzeitige Situation macht mit uns allen etwas", heißt es in einer Pressemitteilung der Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche. Deshalb sei es wichtig, aufmerksam zuzuhören und die Gefühle ernst zu nehmen. Der Verband verweist auf Erklär-Videos, die weiterhelfen können, abrufbar beispielsweise unter https://www.wien.gv.at/video/2706/Das-Coronavirus-Kindern-einfach-erklaert. Aber es gibt auch Bücher, die über Corona und die Auswirkungen berichten: https://www.augsburger-allgemeine.de/media/57076596--984/JenniferBahro_Bilderbuch%20Korona.pdf.

Bereits einem Kleinkind könnten Eltern erklären, wieso sie Oma und Opa derzeit nicht treffen können oder weshalb die Kindertagesstätte geschlossen bleibt, so die Caritas weiter. Schulkinder begännen bereits konkretere Nachfragen zu stellen, was zum Beispiel passiert, wenn eine Person erkrankt. Die Empfehlung: "Antworten Sie wahrheitsgemäß und dem Alter und Entwicklungsstand Ihres Kindes angemessen und fragen Sie nach, was Ihr Kind beschäftigt." Außerdem rät die Caritas zu einer positiven Sprache, zum Beispiel: "Es ist gut und schützt dich, wenn du regelmäßig ganz sorgfältig deine Hände wäschst, ich mache das auch so". Negativ wäre dagegen: "Wenn du dir jetzt nicht die Hände wäschst, dann werden wir alle krank", dies könnte noch mehr Angst schüren. Auch vor einer intensiven Berichterstattung sollte man kleine Kinder schützen, da Menschen in Schutzanzügen und mit Mundschutz furchteinflößend wirken können.

Telefonisch erreichbar ist die Caritas in Freising unter 0 81 61/53 87 930 oder online unter https://www.caritas.de/onlineberatung.

© SZ vom 30.03.2020 / psc

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite