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SZ-Serie: Freisinger Köpfe:900 Spiele auf der Trainerbank

Sepp Summerer und seine beispielhafte Fußball-Karriere

Der Fußball rollt wieder im Landkreis Freising. Von Mitte September an soll wieder um Punkte gespielt und die Saison 19/20 zu Ende gebracht werden. Viele Mannschaften haben bereits erste Vorbereitungsspiele absolviert. Der SVA Palzing spielt in der Bezirksliga und hat mit Sepp Summerer einen alten Trainerfuchs am Spielfeldrand, der eine beispielhafte Karriere als Spieler und Trainer hinter sich hat.

Sepp Summerer spielte in den 1970er Jahren noch bei den Amateuren des FC Bayern.

(Foto: Marco Einfeldt)

Seine Jugendzeit verbrachte Summerer beim SVA und spielte für die Ampertaler auch noch zwei Jahre in der ersten Mannschaft. 1976 wechselte er zu den Amateuren des FC Bayern, spielte 13 Jahre in der Bayernliga, damals die dritthöchste Liga. Zehn Jahre war er Spielführer bei den Bayern. Zu seinen größten Erfolgen zählt er die zweimalige Teilnahme am Endspiel um die deutsche Amateurmeisterschaft. Einmal, gegen den MSV Duisburg, habe man vor 10000 Zuschauern gespielt, aber leider 1:4 verloren. Außerdem wurde er insgesamt 52 mal in die Bayernauswahl berufen und ist dort noch immer Zweiter in der ewigen Rangliste.

Seine erste Trainerstation war dann von 1986 bis 1990 der TSV Eching, mit dem er gleich den Aufstieg in die Bayernliga schaffte. Danach trainierte er zwei Jahre die SpVgg Landshut, ebenfalls in der Bayernliga. Schließlich wechselte Summerer nach Freising, übernahm die neu gegründete Fusionsmannschaft, blieb zehn Jahre und stieg mit ihr zweimal auf. Dann ging er drei Jahre nach Mainburg in die Bezirksliga und danach sieben Jahre zu Landshut 09, wo er ebenfalls zwei Meisterschaften feiern konnte. 40 Jahre nach seinem Abschied kehrte er schließlich zurück zu seinem Heimatverein nach Palzing und brachte den SVA gleich von der Kreisliga in die Bezirksliga. Insgesamt habe er etwa 900 Spiele auf der Trainerbank verbracht, erzählt er nicht ohne Stolz.

Beruflich war Summerer mehr als 47 Jahre bei der Freisinger Sparkasse, seit 1. Januar ist er Rentner. Mit seiner Ehefrau Helga ist er seit 1979 verheiratet und hat zwei Kinder. Tobias (37), der eine Karriere als Tennisprofi hinter sich hat und jetzt als Tennistrainer arbeitet, und Christina (30).

Der Fußball ist für Sepp Summerer immer die große Leidenschaft gewesen und noch heute freue er sich trotz seiner 65 Jahre auf jedes Training, sagt er. "Ich bin ehrgeizig, ich will meinen Spielern was vermitteln", und er wolle eine Mannschaft zu einem Team formen, das zusammenhält. Die Freisinger SZ hat mit dem Erfolgscoach über den SVA Palzing gesprochen - und darüber, wie man Fußball auch in Coronazeiten spielen kann.

© SZ vom 10.08.2020 / ki

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