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Stadt:Photovoltaikanlagen in der Altstadt

Stadtratsfraktion der ÖDP will Verbot per Satzung aufheben

Die Stadtratsfraktion der ÖDP wendet sich mit einem Antrag unter dem Titel "Photovoltaik-Initiative 2030" an den Stadtrat. Demnach soll die Stadt eine Satzung erlassen, die "grundsätzlich eine verpflichtende Installation von Photovoltaik auf den Dachflächen aller Neubaumaßnahmen im Stadtgebiet regelt". Damit sollen Photovoltaikanlagen zukünftig für Bestands- wie Neubauten auch auf Dachflächen innerhalb des Altstadt-Ensembles möglich sein. Das war in der Vergangenheit im Stadtrat stets strittig gewesen.

In anderen Städten und Bundesländern werde diese solare Baupflicht bereits umgesetzt, schreiben die Ökodemokraten in der Begründung ihres Antrags - etwa in Tübingen, Amberg, Hamburg sowie in Baden-Württemberg für Nicht-Wohngebäude. Auch wenn der Freistaat Bayern überlege, dieses Mittel in Zukunft einzusetzen, wolle man in Freising mit gutem Beispiel voran gehen, argumentiert die ÖDP: "Die Maßnahme ist ein wesentlicher, notwendiger Baustein für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2030." Das für die Altstadt erlassene Verbot von Photovoltaik Anlagen sei überholt, so die Kritik. Freising solle stattdessen "Vorreiter für die Vereinbarkeit von denkmalgeschützten Bauten und erneuerbaren Energien sein, für Innovation, Zukunftsdenken und gelebte Energiewende stehen" - und für eine Klimawende, die mit aller Kraft durchgesetzt werde.

© SZ vom 29.09.2020 / vo

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