Schulen im Landkreis:Mehr Sicherheit im Klassenzimmer

Landkreis fördert Projekt zur Erforschung von Lüftungssystemen

Mit Ausbruch der Pandemie war wohl eines der umstrittensten Themen, welche die effizientesten Methoden zur Eindämmung des Coronavirus im Klassenzimmer seien. Dass eine geringe Aerosol-Konzentration in geschlossenen Räumen dabei einen entscheidenden Faktor darstellt, ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Fragen danach, wie oft gelüftet werden muss oder wie sinnvoll es ist, Raumluftreiniger oder Lüftungssysteme in Klassenzimmern einzusetzen, werden hingegen bis zum heutigen Tage noch sehr kontrovers diskutiert. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wurde nun ein Forschungsprojekt "Sicheres Klassenzimmer" ins Leben gerufen, welches vier verschiedene Lüftungskonzepte im Landkreis Freising untersucht.

Neben der klassischen Fensterlüftung sollen auch der Einsatz von mobilen Raumluftreinigern, die Verwendung von nachrüstbaren Lüftungssystemen sowie der Einsatz von raumlufttechnischen Anlagen untersucht werden. Im realen Unterrichtsbetrieb werden CO₂-Konzentration, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum minutengenau mithilfe eines Sensors erfasst und von dort weiter an eine Cloud der Hochschule München übermittelt, in der die Daten gesammelt und ausgewertet werden können. Die Hochschule forscht bereits seit Mai gemeinsam mit der TU München, der LMU München und dem Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie an dem Verfahren.

Landrat Helmut Petz hat das Projekt im Namen des Landkreises mit 20 000 Euro gefördert. Im Gegenzug werden im Kreis Freising 59 solcher Geräte zur Verfügung gestellt, in jeder Schule in Kreisträgerschaft zwei bis acht. Die Daten werden über das gesamte Schuljahr aufgezeichnet, um jahreszeitenabhängig repräsentative Werte zu erhalten. Ein erster Zwischenbericht ist jedoch bereits für Ende November geplant. Man erhofft sich, dass auf der Grundlage dieser Daten konkrete Empfehlungen ausgearbeitet werden können, die an den Schulen so umgesetzt werden können, dass das Infektionsrisiko auf ein Minimum beschränkt wird.

© SZ vom 17.09.2021 / PIAS
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