bedeckt München 23°
vgwortpixel

Richtfest bei der neuen Kinderkrippe :Köder für das Personal

Richtfest ist bei der Kinderkrippe am Keltenweg. Danny Langer hält den Richtspruch, Georg Wolferstetter Wein und Gläser. Sie machen sich auf den Weg zum Richtbaum.

(Foto: Marco Einfeldt)

Zu dem Neubau am Keltenweg gehören zehn Wohnungen für Beschäftigte

Die neue Kinderkrippe am Keltenweg soll im Frühjahr 2020 fertig werden. Ob das Bayerische Rote Kreuz (BRK) als Träger sie gleich in vollem Umfang in Betrieb nehmen wird, wird von der Personalentwicklung abhängen: Es sei nach wie vor sehr schwierig, Mitarbeiterinnen zu finden, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl am Rande des Richtfestes für den dreigeschossigen Holz-Neubau. Immerhin: Es hätten sich schon Interessentinnen gemeldet. Weitere sollen durch die Personalwohnungen angelockt werden, welche die Gemeinde mit der Krippe errichtet: Insgesamt zehn Wohnungen mit jeweils zwei und drei Zimmern stehen zur Verfügung.

Damit erhofft sich Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne) "zumindest einen Bonuspunkt" im "verzweifelten Kämpfen der Kommunen um Personal". Die Kita am Keltenweg ist in Neufahrn die erste mit Personalwohnungen, aber sie soll nicht die einzige bleiben. Schon nächste Woche wird Am Sportplatz Richtfest für einen Kindergarten samt vier Wohnungen gefeiert.

Mit dem Neubau am Keltenweg wird zugleich das Angebot an Krippenplätzen vergrößert: In den Neubau zieht zwar die bestehende Krippe "Zwergenland" ein, die aber in ihren jetzigen Räumen im "Lohfeld" nur zwei Gruppen hat. Künftig sollen es vier sein. Damit reagiere man auf den zunehmenden Bedarf, so Heilmeier. Der gesamte Komplex kostet 5,3 Millionen Euro und wird vom Freistaat im "Bayernpakt" gefördert. Vor diesem Hintergrund hatte der Gemeinderat beschlossen, von ursprünglich fünf auf zehn Wohnungen aufzustocken und das Gebäude dafür noch in der Planungsphase um ein weiteres Geschoss zu erhöhen. Die Hauptaufenthaltsräume sind nach Osten ausgerichtet, wie Architekt Nepomuk Wagner vom Dietersheimer "Büro 4" erklärte. Denn im Osten schließt sich der viel befahrene Kurt-Kittel-Ring an. Zwischen der Straße und der Krippe wird deshalb eine Lärmschutzwand errichtet.