bedeckt München

Neufahrn:Neufahrner Corona-Alltag

Politiker in Quarantäne und Debatte um die Masken im Freien

Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne) hat sich freiwillig für einige Tage in Quarantäne begeben. Die Gemeinderatssitzung am Montagabend leitete deshalb sein Stellvertreter Josef Eschlwech (Freie Wähler). Der Rathauschef hätte das durchaus auch selbst machen können, erklärte der Vize. Vorsichtshalber habe er darauf aber verzichtet. Ähnlich ist es im Fall des ÖDP-Gemeinderats Florian Pflügler, der ebenfalls nicht zur Sitzung gekommen war.

Wegen der Corona-Pandemie und den dadurch nötigen Abstandsregeln kommt der Gemeinderat weiter in der Käthe-Winkelmann-Halle zusammen. Sozialbeiratssitzungen wird es dagegen bis auf weiteres gar nicht geben. Das kündigte Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl (SPD) an. Sie wolle vermeiden, dass sich jemand unwohl dabei fühle oder lieber gar nicht komme. Deshalb verzichte sie derzeit auf die Einberufung der Sitzungen, und dabei werde es auch "noch eine Weile" bleiben.

Für Diskussion sorgen derzeit ganz offensichtlich Geltungsbereich und -zeit der Maskenpflicht im Freien. Wie berichtet, muss man in Neufahrn auf dem Marktplatz, im Freizeitgelände Galgenbachweg/Keltenweg samt Skaterbahn und in der ganzen Bahnhofstraße grundsätzlich einen Mund-Nase-Schutz tragen. So sieht es die Allgemeinverfügung des Landratsamtes vor. Inzwischen wurden auch an Schilder- und Laternenpfosten entsprechende Hinweise angebracht.

In der Bahnhofstraße erscheint die Maskenpflicht vielen aber nicht wirklich nötig. Die Idee kam vom Landratsamt, wie Eschlwech nun betonte. Die Gemeinde hätte neben Marktplatz und Freizeitpark nur den Bahnhofsvorplatz vorgeschlagen. Möglicherweise müsse man die jetzige Regelung noch einmal überdenken, meinte Manuela Auinger (SPD): Wenn sie bei Regenwetter um ein Uhr nachts alleine auf der Bahnhofstraße unterwegs sei, brauche es doch nicht wirklich eine Maske.

© SZ vom 28.10.2020 / bg

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite