Neues Programm:Raus aus der Isolation

FREISING: Hochschulgemeinde (HSG) bekommt neuen Leiter

Der katholische Hochschulseelsorger Hans-Christoph Kromer.

(Foto: Johannes Simon)

Für internationale Studierende ist die Hochschulgemeinde nach wie vor eine gute Adresse, um in Weihenstephan anzukommen. Während der Pandemie ist vieles verloren gegangen, das jetzt wieder aufgeholt werden soll

Von Petra Schnirch, Freising

Für die ökumenische Hochschulgemeinde Freising ist der Start ins Wintersemester nicht ganz einfach. Veranstaltungen wie der "Markt der Möglichkeiten", bei denen sie ihre Angebote traditionell vorstellt, fallen coronabedingt noch immer weg. Hinzu kommen personelle Einschränkungen. Das Programm sei deshalb "etwas schlanker" als in den Vorjahren, sagt der katholische Hochschulseelsorger Hans-Christoph Kromer. Wichtig ist ihm neben dem Beratungsangebot, dass der Dienstag als Veranstaltungstag bleibt und die HSG an diesem Abend ein fester Anlaufpunkt ist.

Für internationale Studierende ist die Hochschulgemeinde nach wie vor eine gute Adresse, um in Weihenstephan anzukommen und Kontakte zu knüpfen. Unter der Überschrift "Glok(b)al Stammtisch" finden regelmäßig Treffen im Saal der HSG an der Hohenbachernstraße 9 statt. Schon der erste Abend sei gut besucht gewesen, sagt Daniela Hamm, pädagogische Referentin der HSG. Sie freut sich, dass ein persönlicher Austausch wieder möglich ist - und hofft, dass mehr deutsche Studierende dazu stoßen, um die bestehende "starke Trennung" aufzuheben. Aktuell ist die Teilnehmerzahl aufgrund der Pandemie aber auf 18 Leute begrenzt, auch die Küche bleibt geschlossen. Es gilt die 3-G-Regel.

Auf Zoom-Angebote habe die HSG bewusst verzichtet, man wolle den Studierenden wieder ein Forum geben, wo sie miteinander reden können, erklärt Hamm. "Sie haben alle so viele Zoom-Treffen hinter sich." Jetzt gehe es darum, am Campus Leute kennenzulernen. "Da ist eine ganz, ganz große Lücke entstanden. Die Isolation ist sehr groß gewesen."

An den Dienstagen sind wechselweise Gottesdienste und Meditationsabende geplant. Los geht es jeweils um 19 Uhr. Die spirituellen Angebote sollen fest verankert werden und nicht nur christlichen Studierenden Orientierung bieten. Die HSG "will etwas offener werden", sagt Kromer. Anschließend bleibt Zeit für Gespräche an der Theke. Die bisher üblichen Diskussionsabende zu gesellschaftsrelevanten Themen, zum Teil mit Weihenstephaner Professorinnen und Professoren, entfallen im Wintersemester. Im Bereich Lebenshilfe ist am Montag, 22. November, ein Abend mit der Freisinger Systemtherapeutin Ingrid Drißl unter dem Motto "Keine Angst vor der Angst" vorgesehen (19 Uhr).

Die personelle Decke der HSG ist im Wintersemester sehr dünn. Hochschulpfarrerin Anne Lüters hat eine mehrwöchige Auszeit genommen und wird erst zum Jahresende wieder zum Team stoßen. Ihr katholischer Kollege Kromer, seit einem Jahr bei der Hochschulgemeinde, hat anders als seine Vorgänger nur eine Halbtagsstelle, obwohl die Verwaltungsaufgaben mehr werden, ebenso die pädagogische Referentin Daniela Hamm. Sehr wichtig ist ihr das Beratungsangebot der HSG. Nach Möglichkeit sollten die Leute kommen, "bevor es brennt", sagt sie. Beibehalten werden die Treffen für Studierende mit Kind, damit sie sich austauschen können.

Was nach wie vor "boomt", ist laut Kromer der Fairteiler auf dem Gelände, gerade jetzt zur Obsternte. Nicht nur Studierende können sich dort bedienen oder übrig gebliebene Lebensmittel abgeben.

Weitere Informationen gibt es unter www.hsg-freising.de

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