Nach dem Zyklon:Navis schickt Vorab-Team nach Mosambik

Nach dem Zyklon "Idai" steigt die Zahl der Todesopfer in den betroffenen Gebieten in Mosambik weiter an. Viele Orte sind durch Überschwemmungen und Erdrutsche abgeschnitten. Tausende Menschen warten auf Hilfe - und die Zeit drängt. Der Vorstand der Hilfsorganisation "Navis" mit Sitz in Moosburg hat deshalb beschlossen, an diesem Mittwochabend ein "Fact Finding Team" nach Mosambik zu schicken. Es soll abklären, ob und gegebenenfalls wo ein Lager mit Feldhospital und Trinkwasseraufbereitungsanlagen eingerichtet werden könnte, und wie die Hilfe konkret aussehen müsste.

Das dreiköpfige "Navis"-Team reist zusammen mit einer Helferin von "Apotheker ohne Grenzen". In Moosburg, wo sich das Navis-Lager befindet, werden bereits Vorbereitungen für die Entsendung weiterer Teams und die Hilfslieferungen getroffen. Der Verein war 2004 nach dem Tsunami-Einsatz aus den Reihen der Flughafenfeuerwehr gegründet worden mit dem Ziel, künftig bei Katastrophen im In- und Ausland ehrenamtlich Hilfe zu leisten. Das geschah etwa nach der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan, der Dürre in Ostafrika, dem Taifun auf den Philippinen, dem Hochwasser in Bayern, dem Erdbeben in Nepal und den Überschwemmungen in Sri Lanka. Alle Helfer arbeiten ehrenamtlich, die Einsätze werden über Spenden finanziert.

© SZ vom 27.03.2019 / sz - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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