Moosburger Verein Navis:Trinkwasser für die Flutopfer

Moosburger Verein Navis: In der ersten Woche ihres Einsatzes haben die Navis-Helfer rund eine Million Liter Trinkwasser für die Menschen von Ahrbrück zur Verfügung gestellt.

In der ersten Woche ihres Einsatzes haben die Navis-Helfer rund eine Million Liter Trinkwasser für die Menschen von Ahrbrück zur Verfügung gestellt.

(Foto: Navis)

Der Moosburger Verein Navis hat in einem Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz fünf Aufbereitungsanlagen installiert

Von Melanie Glinicke, Moosburg

Das Navis-Team, das am Sonntag vor einer Woche in das Krisengebiet Ahrbrück im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz zum Helfen ausgerückt war, kehrte vergangenen Samstagnachmittag nach Moosburg zurück. Ihre Hilfe in diesem Gebiet brachte den Navis-Mitgliedern von der dortigen Bevölkerung den Namen "Wasserengel aus Bayern" ein, wie es in einer Pressemittelung von Navis heißt.

Team-Leiter Tobias Venus sowie Christopher Mürle, Florian Schweiger, Stefan Binder und Stefan Unger wurden gegen 17. 30 Uhr von Wolfgang Wagner, dem Vorsitzenden des Vereins, und von Familienmitgliedern in Moosburg mit einem Blumenstrauß begrüßt. Das Gleiche gilt für Peter Ramisch, der sich ein paar Tage vorher mit dem Transporter auf den Heimweg gemacht hatte. Im Team dabei waren in den ersten Tagen außerdem Friedrich Moser, Friedrich Moser Junior, Alexander Hubauer und Markus Lachner von der Freiwilligen Feuerwehr Allershausen, die mit ihrem Gerätewagen Logistik vor Ort beim Aufbau der Infrastruktur maßgeblich geholfen haben. Wagner beglückwünschte das Team für die erfolgreiche erste Woche und war froh darüber, dass alle wieder gesund in die Heimat zurückgekehrt sind.

Bei der Ankunft im Hochwassergebiet berichtete Tobias Venus, dass das Ausmaß der Zerstörung nicht zu beschreiben sei, die örtliche Infrastruktur und Gebäude seien stark beschädigt, und es erinnere an kriegsähnliche Zustände.

Aufgrund dieser Zerstörung ist die dortige Trinkwasserversorgung komplett ausgefallen. Nach Aufbau des Camps schaffte das Navis Team es dann, die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Begonnen hatte das Team mit zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen mit einer Kapazität von je 5000 Litern Wasser pro Stunde. Im Lauf der Woche wurden dann noch drei weitere Anlagen zum Einsatzort gebracht. So konnten in der ersten Woche eine Millionen Liter Wasser für die Menschen von Ahrbrück zur Verfügung gestellt werden.

Als Ablösung des Teams traf bereits vergangenen Freitag ein zweites Team unter der Führung von Jürgen Arnold an. Mit dabei sind Michael Hareiter, Florian Reuther, Christian Gürster, Tobias Gath und Sebastian Schönfeld. Für sie heißt es jetzt, die erfolgreiche Arbeit und die Trinkwasserversorgung für die Menschen auch weiterhin sicherzustellen. Zur selben Zeit laufen in Moosburg bereits die Vorbereitungen für ein drittes Team.

Die Unterstützung der Teams vor Ort geschieht auch durch zahlreiche Helfer aus Moosburg, da sich diese beispielsweise um Ersatzmaterial, Spenden, Finanzierung und Kommunikation kümmern. Wie Navis mitteilt, ist der Verein froh darüber, dass der Zusammenhalt auch hier wieder zu tollen Ergebnissen führt. Insbesondere den Spendern, ohne deren Hilfe es Navis nicht möglich wäre, anderen zu helfen, möchte der Verein danken.

© SZ vom 27.07.2021
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