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Lockdown light in Freising:Viva Vita vorübergehend geschlossen

Corona zwingt Lebenshilfe zur "Konzeptionspause" in ihrem Inklusionsbetrieb

Die Folgen der Corona-Krise spüren alle Gastronomiebetriebe im Landkreis. Aus dem "Lockdown light" muss nun auch das Tagungshaus und Restaurant der Lebenshilfe, "Viva Vita", Konsequenzen ziehen. "Auch wir können uns der allgemeinen wirtschaftlichen Lage nicht entziehen und müssen vom heutigen Dienstag, 1. Dezember, an vorübergehend komplett schließen und auch das bisherige "To-go-Geschäft einstellen", berichtet Betriebsleiter Christian Burger von der schwierigen Lage.

Das Besondere am Viva Vita: Es ist ein Inklusionsbetrieb und als gemeinnützige GmbH anerkannt. In Zusammenarbeit mit der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe finden Menschen mit Behinderung in der Küche, im Restaurant- oder im Tagungsservice eine Anstellung. Sie sind gleichberechtigt zu den Beschäftigten ohne Behinderungen und erhalten denselben Tariflohn. Außerdem gibt es eine spezielle Betreuung und die Arbeitsabläufe sind extra an die Fähigkeiten der Mitarbeiter mit Behinderung angepasst, wie die Lebenshilfe dazu schreibt. Doch trotz der Umstände und der vorübergehenden Schließung lässt sich der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Michael Schwaiger, nicht entmutigen. "Für unser Viva Vita soll die Zeit der Schließung kein Leerlauf, sondern auch eine Zeit der konzeptionellen Weiterentwicklung sein. Uns ist das wichtigste, dass sich nach dieser Durststrecke unsere treuen Stammkunden und neue Gäste wieder auf unser Viva Vita 2021 freuen können und wir freuen uns auch auf unsere Gäste", schildert er die Zukunftspläne.

© SZ vom 01.12.2020 / liva
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