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Landratsamt soll Stellung beziehen:Pläne für eine neue Sporthalle

Vor einem Jahr hat der FC Mintraching noch einen reinen Anbau an die bestehende Halle vorgesehen, nun soll es - parallel zum Fußballplatz - doch eine weitere, eigenständige Sporthalle werden.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der FC Mintraching würde doch gerne etwas größer bauen - mit der Genehmigung könnte es aber Probleme geben

Von Birgit Grundner, Neufahrn

Noch steckt auch der Freizeit-Sport in der Corona-Krise, aber der FC Mintraching will sich bereits für bessere Zeiten rüsten: Er denkt an eine zusätzliche Sporthalle, die er parallel zum Fußballplatz errichten möchte. Während vor einem Jahr noch von einem reinen Anbau als Erweiterung der bestehenden Halle die Rede war, hat der Verein nun den Antrag für ein deutlich stattlicheres Projekt eingereicht und damit eine Art Versuchsballon gestartet. Es soll ausgelotet werden, inwieweit eine weitere Halle überhaupt zulässig wäre. Man wolle dem Landratsamt "die Möglichkeit geben, das Ganze möglichst wohlwollend zu betrachten", wie Bauamtsleiter Michael Schöfer es formulierte.

Denn es geht um ein Vorhaben im Landschaftsschutzgebiet "Isartal" und im Außenbereich, und es gibt keinen Bebauungsplan für das Sportgelände. Bestehende Gebäude fallen unter Bestandsschutz, mit einem Neubau sieht es aber anders aus. Die rechtlichen Grundlagen für ein solches Projekt seien "eine Herausforderung", sagt Schöfer.

Deshalb setzt auch Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne) jetzt auf eine klare Aussage der Kreisbehörde, "was geht und wo Grenzen sind". Der Neufahrner Bauausschuss hat jedenfalls seine Unterstützung signalisiert und einstimmig grünes Licht gegeben.

Beim FCM - einem laut Schöfer "sehr lebendigen Sportverein" - gibt es seit Jahren immer wieder Klagen über fehlende Hallenkapazitäten. Gerade die Abteilung Gesundheitssport hatte vor der Pandemie großen Zulauf. Aber auch die Tischtennis-Abteilung und die Gymnastik-Gruppen brauchen mehr Platz, als die bestehende Halle mit ihren gerade einmal neun mal 16 Meter bieten kann. Frühere Überlegungen für ein Wachstum in Richtung Parkplatz scheiterten am Verlauf der Grundstücksgrenze. Deshalb soll es jetzt in Richtung Süden gehen. Die Grundfläche der neuen Halle soll nach dem derzeitigen Konzept 30 mal zwölf Meter betragen. Dazu kämen ein Geräteraum und Toilettenanlagen.

Christian Meidinger (Grüne) fände es jedenfalls "super", wenn das nötige Baurecht entstehen würde, und er verwies auf die Bedeutung der Anlagen auch jenseits des Sports: In der Halle, die "aus allen Nähten platzt", hätten zum Beispiel schon "legendäre Theateraufführungen" und Bälle stattgefunden. Frank Bandle (Grüne) begrüßte es ebenfalls, dass Neufahrn noch mehr Sporthallen bekommen soll. Im Hinterkopf hatte er dabei wohl auch die Pläne für die Erweiterung der Neufahrner Jahnhalle und für eine zusätzliche Halle des TSV Neufahrn, den er selbst leitet.

Etwas ungewöhnlich fand Bandle allerdings die Maße, die "abseits jeglicher Sportstättennorm" seien. Damit wäre es zum Beispiel schwierig, dort reguläre Spielfelder für Ballsportarten anzulegen, gab er zu bedenken: "Wenn es aber eine Gymnastikhalle werden soll, spielen die Maße keine Rolle."

© SZ vom 12.05.2021
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