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Kreativer Gruß aus Freising:Geburtstagsbrot für die Maus

Einen Mauskuchen zum Geburtstag haben Doktoranden am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie im 3D-Drucker "gebacken".

(Foto: TU München/oh)

Weihenstephaner Campus gratuliert zum 50-jährigen Bestehen der WDR-Reihe

Die "Sendung mit der Maus" hat viele Fans - auch am Campus in Weihenstephan. Vielleicht hat der eine oder andere, der dort Karriere gemacht hat, seine Liebe zu den Naturwissenschaften durch diese WDR-Reihe entdeckt. Zum 50. Geburtstag der schlauen Maus an diesem Sonntag haben sich die Forscher am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie jedenfalls etwas einfallen lassen, was der Sendung an Originalität in nichts nachsteht. Die Doktoranden Ahmed Fahmy und Martin Heckl haben ein Maus-Brot gebacken - mit einer speziellen Teigmischung, erzeugt mit Hilfe des 3D-Druckers.

Erst modellierten die Nachwuchswissenschaftler ein Bild der Maus am Computer, dann übersetzten sie es mit einer Slicer-Software für den 3D-Druck, in etwa 30 Minuten war es fertig. Den Drucker am Lehrstuhl nutzt die Arbeitsgruppe von Mario Jekle für ihre Forschung, sie hat ihn für die Verarbeitung von Lebensmitteln optimiert. Der Teig für die Maus bestand aus Weizenstärke, Sojaproteinisolat und Wasser. Beim Drucken erhitzt, also "gebacken", wurde die Maus mit einem Infrarotstrahl durch ein sogenanntes Inline-Erhitzungsverfahren. Das 3D-Maus-Brot schmeckt laut Ahmed Fahmy "ähnlich wie ein Cookie, aber an einem richtigen ,Maus'-Geschmack feilen wir noch". Das Team forscht an diesem Verfahren, um die Herstellung von Lebensmitteln wie Backwaren besser zu verstehen und genauer zu gestalten. Dies soll in Zukunft individuelle Produkte und neue Qualitätseigenschaften ermöglichen. "Die Sendung mit der Maus vermittelte schon in unserer Kindheit die Faszination und die Neugier über neues Wissen", sagt Jekle. "Mit unserem ,Mausdruck' bedanken wir uns ganz herzlich dafür." Vielleicht ist das ja auch mal Thema für eine Sendung.

© SZ vom 06.03.2021 / psc
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