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Kranzberg:Stützen im Laubengang

Gemeinderäte korrigieren Plan für Mehrgenerationenhaus

Mehrere Aufträge für den Bau des Mehrgenerationenhauses haben die Kranzberger Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung vergeben. Diesmal bleiben die Angebote halbwegs im Bereich der Kostenschätzungen. Im Frühjahr waren die ersten Ausschreibungen aufgehoben worden, weil das Projekt sonst den Kostenrahmen gesprengt hätte. Mehrere der Angebote lagen sehr weit über den Berechnungen.

Auch eine Korrektur nahmen die Gemeinderäte an der Planung vor. Der Laubengang im Hof erhält nun, wie ursprünglich vorgesehen, im Erdgeschoss Stützen, weil das Angebot günstiger ausgefallen war, wie Architekt Johannes Dantele erläuterte. Aus Kostengründen sollte zunächst darauf verzichtet werden. Dies sei jedoch ein gestalterisches Element, der Hof werde in öffentliche und halbprivate Bereiche vor den Wohnungen gegliedert. Außerdem sei es vorteilhaft für das Tragwerk, die Stützen bis zum Boden durchzuziehen, weil weniger Spannung im Gebäude sei. Ohne sie hätte die Geschossdecke zum ersten Stock deutlich verstärkt werden müssen. "Das gefällt mir, das gibt ein bisschen Privatsphäre", sagte Monika Mühl (FWG).

Die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitär-arbeiten wird eine Firma aus Pfaffenhofen ausführen, ihr Angebot lag bei 654 000 Euro, die Kostenberechnung lag etwa 10 000 Euro darunter. Die Elektroarbeiten werden 336 000 Euro ausmachen, das sind gut 17 000 Euro mehr als geschätzt. Den Zuschlag erhielt eine Firma aus Kranzberg. Das teuerste Angebot war über 130 000 Euro teurer. Die Fördertechnik wird mit etwa 63 000 Euro zu Buche schlagen. Größter Posten sind Holzbauarbeiten mit einer Summe von gut 2,43 Millionen Euro, das sind zirka 200 000 Euro mehr als veranschlagt. Der Auftrag sind an eine Firma in Harth-Pöllnitz.

© SZ vom 08.08.2020 / psc

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