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Kranzberg:Schulessen vom örtlichen Anbieter

Das Essen für das Kinderhaus Kleeblattl, den Pfarrkindergarten und die Mittagsbetreuung in der Grundschule liefert in Kranzberg auch künftig ein regionaler Anbieter mit Sitz in der Gemeinde. Darauf einigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, obwohl diese Lösung pro Jahr etwa 10 000 Euro teurer ist als das Angebot eines Münchner Unternehmens. Dies sei möglich, weil bei der Ausschreibung neben der Qualität auch Wert auf die Regionalität gelegt worden sei, erläuterte Hannelore Neumann, Geschäftsleiterin der Gemeinde.

Die Gemeinderäte waren sich einig, dass gleich mehrere Vorzüge für den Kranzberger Caterer sprechen: Die Buchung der Essen werde für die Eltern per App wesentlich flexibler gehandhabt, die Wege seien kurz, hieß es. Außerdem kocht er frisch. Das Münchner Unternehmen kühlt die Essen nach der Zubereitung schnell herunter und liefert es täglich an die Einrichtungen, in speziellen Öfen muss es dort dann aufgewärmt werden. Obst wird nicht vorgeschnitten geliefert.

"Es ist ein großer Unterschied, ob frisch gekocht wird", sagte Franz Braun (CSU). "Das ist, wie wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht." Das Defizit liege bei 50 Euro am Tag, dafür habe die Gemeinde einen Anbieter vor Ort. Petra Horneber erwiderte, dass mit dem Prinzip "Cook and Chill" (Kochen und Kühlen) ebenfalls ein hoch qualitatives Essen hergestellt werde. Letztlich stimmte aber auch sie für die regionale Lösung.

Nicht weniger wichtig sei es, dass das Kindergartenpersonal nicht mit zusätzlichen hauswirtschaftlichen Aufgaben wie Obst schneiden belastet werde, sagte Sonja Kieslinger (FWG). Diese Zeit ginge dann bei der Betreuung der Kinder ab. Im Kinderhaus stehe zwar eine Küchenkraft zur Verfügung, die solche Handgriffe übernehmen könne. Anders sehe das im Pfarrkindergarten aus. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus, weiterhin auf den bisherigen Anbieter in Kranzberg zu setzen. Zumal das Essen preislich immer noch "gut im Durchschnitt" liegt, wie Ursula Enghofer (FWG) anmerkte.

© SZ vom 22.04.2021 / psc
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