Kooperation mit dem LGL:Verbraucher noch besser schützen

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Die Erwartungen an die Lebensmittelqualität steigen stetig. Unter anderem ergeben sich daraus fortlaufend neue Aufgabenfelder für die amtliche Lebensmittelüberwachung.

(Foto: Fabian Sommer/dpa)

An der TUM in Weihenstephan wird eine Professur geschaffen, um neue Analyse-Methoden und Instrumente zu entwickeln, die in der amtlichen Lebensmittelüberwachung angewendet werden können

Von Petra Schnirch, Freising

In Weihenstephan wird eine neue Professur geschaffen, um Verbraucher künftig noch besser vor gesundheitlichen Risiken zu schützen. Dafür arbeiten die TU München (TUM) und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eng zusammen, die neue Stelle werden sie gemeinsam einrichten. Die Berufung soll so schnell wie möglich erfolgen, der Verfahren wird jetzt eingeleitet. Entscheidend sei aber, "eine wirklich herausragende Person zu gewinnen", sagt TUM-Sprecher Ulrich Meyer. Deshalb sei nicht seriös abzuschätzen, bis wann die Professur besetzt werden könne.

Ziel der Forschung wird sein, neue Methoden und Instrumente für lebensmittelchemische Analysen zu entwickeln, die in der amtlichen Lebensmittelüberwachung angewendet werden können, wie Meyer erklärt. Diese Verbindung, die Brücke von der wissenschaftlichen Erkenntnis zur unmittelbaren Nutzung, sei ganz besonders wichtig.

Der genaue Titel der Professur wird laut Meyer erst im Berufungsverfahren festgelegt. Unklar ist auch noch, in welchem Gebäude in Weihenstephan sie angesiedelt wird. Der oder die Berufene wird in jedem Fall pendeln, denn einen Teil der Arbeit soll er oder sie direkt am LGL verrichten, der Sitz der Behörde ist in Erlangen.

Durch stetig steigende Erwartungen an die Lebensmittelqualität, sich verändernde Ernährungsgewohnheiten und globalisierte Warenströme ergäben sich fortlaufend neue Aufgabenfelder für die amtliche Lebensmittelüberwachung, heißt es in einer Pressemitteilung der TUM. So rückten die Lebensmittelsicherheit und Aspekte der Authentizität der Produkte zum Beispiel mit Blick auf ökologische Herstellungsmethoden oder die geografische Herkunft noch stärker in den Fokus. Beides hänge eng zusammen, sagt Meyer. Denn wer eine falsche Herkunft der Lebensmittel vortäusche, "wird wohl auch wenig Skrupel haben, was die Qualität der Ausgangsstoffe und zum Beispiel die Hygiene in der Produktion anbetrifft". Deshalb soll der Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor lebensmittelbedingten gesundheitlichen Risiken und vor Täuschung gestärkt werden.

"Moderne Analyseverfahren sind essenziell, um die Lebensmittelsicherheit weiterhin auf einem hohen Niveau sicherstellen zu können", sagte LGL-Präsident Walter Jonas vor kurzem bei der Vertragsunterzeichnung. Das LGL entwickele die Methoden der Lebensmittelüberwachung in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern aus der Wissenschaft ständig weiter. TUM-Präsident Thomas Hofmann betonte, dass von der Brückenprofessur der wissenschaftliche Fortschritt ebenso profitieren werde wie die Bürgerinnen und Bürger.

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