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Kinderbetreuung in Neufahrn:Wichtige Entlastung

Gemeinde Neufahrn übernimmt bei Kita-Gebühren Differenz zur staatlichen Förderung

Die Nachricht aus dem bayerischen Sozialministerium hatte viele Eltern gefreut: Wenn ihre Kinder im Januar und Februar nicht in der Kita, im Hort oder in der Mittagsbetreuung waren, werden sie bei den Gebühren "entlastet". Diese Regelung gilt selbst dann, wenn sie bis zu fünf Tage eine Notbetreuung in Anspruch genommen haben.

Die dafür zugesagte öffentliche Förderung ist freilich niedriger als die Gebühren in den Einrichtungen in Neufahrn, Mintraching und Massenhausen. Die Eltern werden trotzdem nicht zur Kasse gebeten: Die Differenz übernimmt in vollem Umfang die Gemeinde. Der Neufahrner Gemeinderat hat dafür nun einstimmig grünes Licht gegeben. An die 60 000 Euro musste er dafür locker machen.

Die Rechnung sieht dabei folgendermaßen aus: Die Fördersätze betragen für Krippenkinder 300 Euro, für Kindergartenkinder 50 Euro und für Schulkinder 100 Euro. Jeweils 70 Prozent - und im Fall der Kindergartenkinder auch noch ein zusätzlicher Zuschuss von 100 Euro - kommen vom Freistaat. Die Gemeinde sorgt gemäß einer Vereinbarung mit den Kommunalen Spitzenverbänden für die restlichen 30 Prozent - und nach dem jüngsten Beschluss eben auch für die noch darüber hinausgehenden Gebühren.

Dieses Vorgehen hat niemand in Frage gestellt. Alle waren sich einig, dass "Entlastung wichtig" ist, wie Christian Nadler (CSU) sagte, und Familien unterstützt werden sollten. Diese würden gerade wirklich viel leisten, betonte Julia Mokry (Grüne), und das müsse man honorieren.

© SZ vom 01.03.2021 / bg
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