Hallbergmooser Start-up:Schnell und nachhaltig

BB Mobility

Keines der Fahrzeuge des Start-ups BB Mobility hat einen reinen Verbrennungsmotor.

(Foto: Privat)

Fahrdienst BB Mobility beginnt nach Corona-Pause noch mal neu

2019 hat sich Denis Azarov mit einem kleinen Team selbständig gemacht, mit einem Fahrdienst der besonderen Art. Im vergangenen Jahr ging es dem Start-up dann wie vielen: Corona setzte dem Geschäft ein jähes Ende. Jetzt füllen sich die Büros langsam, und der heute 32-jährige Azarov hat wieder Kundschaft. Gebucht werden die Fahrzeuge digital, sie verkehren in einem bestimmten Gebiet, nämlich zwischen Flughafen, Hallbergmooser Gewerbepark und Münchner Stadtrand, dazu wird ein Augenmerk auf Umweltschutz gelegt: Keines der Fahrzeuge hat einen reinen Verbrennungsmotor und, wenn möglich, werden die Transportwünsche verschiedener Fahrgäste zusammen gefasst, dank ausgeklügelter Algorithmen.

Das macht die Sache nachhaltiger und kostengünstiger. "Das Pooling-Konzept erlaubt eine höhere Auslastung der Fahrzeuge. Dies senkt die Emissionen und entlastet die Straßen in der Region", sagt Azarov.

Der erste Großauftrag kam kürzlich mit der Internationalen Automobil-Ausstellung in München, als offizieller Partner der IAA haben Autos von BB Mobility Messegäste zwischen Flughafen und den Messestandorten hin und her kutschiert. "Wir schließen die Lücke zwischen Taxi und Öffentlichem Nahverkehr", sagt Azarov, das gilt auch für das Preisniveau. Und er betont: "Wir wollen weder dem einen, noch dem anderen Konkurrenz machen." Deshalb fährt man zum Beispiel auch nicht innerhalb des Münchner Zentrums.

BB Mobility spricht vor allem Geschäftsleute an, die einerseits Wert auf Bequemlichkeit und Tempo legen, andererseits aber auch dem Umweltgedanken gegenüber offen sind. Die Strom-Limousinen entsprechen beiden Ansprüchen.

Die Buchung erfolgt über die Homepage www.bb-mobility.com und ist in einigen Klicks passiert. Bis das soweit war, haben die beiden Geschäftsführer von BB Mobility, Stefan Rom und Denis Azarov, monatelang an der Software gearbeitet. Dass sie jetzt noch einmal starten, ist keine Frage: "Wir sind nicht die Typen, die aufgeben", sagt Azarov. Vielmehr denken sie über neue Strecken und Standorte nach und bereiten eine weitere Investitionsrunde vor.

Zu den Geschäftspartnern gehört das Ninety-Nine-Hotel in Hallbergmoos, das ebenfalls einen Fokus auf Nachhaltigkeit hat. Alexander Mademann aus dem Hallbergmooser Rathaus sieht BB Mobility als ideal für den Gewerbepark an: "Der Service ist zugeschnitten auf vorstädtische Gebiete mit einer hohen Dichte an Unternehmen und Hotels sowie von Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen oder Flughäfen." Damit komplettiere der Shuttle-Absatz die Mobilitätsoffensive der Gemeinde, die neben S-Bahn, Bussen und Taxen bereits auch Elektro-Räder zum Ausleihen und einen eigenen Express-Bus umfasst.

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