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Service des Freisinger Forstamts:Online zum Brennholz

Himmelmoosalm am Brünnstein, 2011

Wer das Holz selbst aus dem Wald holen will, braucht einen Motorsägenschein. Beim Freisinger Forstamt kann man jetzt Brennholz online bestellen.

Der Forstbetrieb in Freising bietet Kunden einen neuen Service an.

Heuer bietet der Forstbetrieb erstmals die Möglichkeit, online Brennholz zu bestellen (www.baysf.de/Freising). Zudem können Kunden Holz für den privaten Gebrauch wieder selbst aus dem Wald holen. Dafür brauchen sie allerdings einen Motorsägenschein. Forstamtsleiter Alfred Fuchs erklärt, wie man so einen Schein macht und was es mit dem Online-Einkauf auf sich hat.

SZ: Wo werden denn im Landkreis Freising Motorsägenkurse angeboten?

Der Freisinger Forstamtsleiter Alfred Fuchs.

(Foto: Marco Einfeldt)

Alfred Fuchs: Hin und wieder bietet der Forstbetrieb Freising solche Kurse an. Aber auch bei der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik (DEULA) und privaten Anbietern kann so ein Schein gemacht werden.

Wie viel kostet es, einen Motorsägenschein zu machen?

Einen genauen Preis kann ich leider nicht angeben, da der teilweise von Anbieter zu Anbieter variiert. Der Schein kann aber meist für relativ geringes Geld gemacht werden.

Wie wurde das neue Angebot, online einzukaufen, aufgenommen? Zunächst muss hinzugefügt werden, dass man nicht einfach wie bei Onlinekatalogen seine Waren auswählen und diese dann bestellen kann. Das Angebot bietet eher eine neue Möglichkeit der Kontaktaufnahme, neben der persönlichen und telefonischen. Online ist es nur sehr schwer, die Wünsche der Kunden abzuklären, deshalb kann kein Onlinekatalog angeboten werden. Grundsätzlich wurde das Angebot aber schon gut aufgenommen und es gibt bereits eine Reihe an Bestellungen über die Online-Funktion. Da das Angebot aber noch relativ neu ist, werden die meisten Bestellungen immer noch auf die herkömmlichen Arten abgegeben.

Hat sich das Konsumverhalten beim Brennholz durch die steigende Anzahl an Alternativen geändert?

In den vergangenen zehn Jahren war die Nachfrage nach Brennholz so groß, dass sie kurzfristig kaum mehr befriedigt werden konnte. Durch die milden Winter und günstigen Öl- und Gaspreise ist die Nachfrage in den vergangenen zwei Jahren etwas gesunken. Aber von den Alternativen gibt es nur einen bestimmten Vorrat und deshalb wird sicher auch in Zukunft Brennholz einer der Hauptrohstoffe zum Wärmen bleiben.

Warum ist der Umbau der bayerischen Wälder zu Mischwäldern so wichtig?

Als in den 80er Jahren klar wurde, dass der Klimawandel existiert, kam die Frage auf, wie deutsche Wälder auch in Zeiten des Klimawandels überleben können. Durch die heißen Sommer bekommen die Bäume immer weniger Feuchtigkeit. Deshalb werden in den bayerischen Nadelwäldern seit 20 Jahren vermehrt Buchen und andere Bäume angebaut, um resistenter gegen den Klimawandel zu sein.

Ist das Heizen mit Brennholz nicht schädlich für die Umwelt?

Den Schadstoffausstoß durch große Schadstoffpartikel zu verhindern, ist Aufgabe des Kaminkehrers und der Kaminhersteller. Wenn aber die Frage aufkommt, ob das Heizen mit Brennholz CO₂-schädlich ist, dann kann man das mit Nein beantworten. Das Heizen mit Brennholz kann eher als CO₂-neutral angesehen werden. Denn die Bäume verwandeln durch Fotosynthese CO₂ in Sauerstoff. Wenn man dann das Holz verbrennt, wird das gespeicherte CO₂ einfach wieder freigesetzt. Es entsteht durch den Anbau von Brennholz also kein neues CO₂, sondern das vorhandene wird bis zur Verbrennung gespeichert. Somit kann der Anbau von Brennholz sogar eher als klimafreundlich angesehen werden.

Hier kann man das Brennholz beim Freisinger Forstbetrieb bestellen.