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Freisinger Linke:Freies TV und Telefon für Kassenpatienten

Die Abschaffung der Gebühren für Telefon, Wlan und Fernsehen für Patientinnen und Patienten bei stationärer Behandlung im Freisinger Klinikum beantragt die Fraktion der Freisinger Linken im Kreistag. Albert Schindlbeck begründet dies damit, dass bei einer vollständigen Behandlung eines volljährigen Patienten pro Nacht zehn Euro Kosten anfielen. Wenn dieser öffentliche Medien nutzen wolle, würden je nach Betreiber bis zu 3,90 Euro fällig, die nur in einem Gesamtpaket erhältlich seien. Abgerechnet werde über eine Chipkarte über 20 Euro. Die Karte, so Schindlbeck, sei im Krankenhaus an einem Automaten zu lösen, nach Abgeltung müsse sie erneuert werden.

In dem Umstand, dass Privatpatienten eine Chipkarte für zehn Euro Pfand lösen und diesen Betrag beim Verlassen des Krankenhauses zurückerhielten, sehen die Linken eine Ungleichbehandlung gegenüber Kassenpatienten. Wer alleinstehend sei, müsse 3,90 Euro pro Tag ausgeben, um ein Telefonat von einem Angehörigen zu erhalten, unabhängig davon, ob überhaupt ein Anruf eingehe, oder Fernseher und Wlan zu nützen. "Wir gehen davon aus, dass das Klinikum einen Pauschalpreis an die Anbieter von digitalen Diensten bezahlt. Ein Telefonat eines Patienten wird also keinerlei Mehrkosten für unser Krankenhaus verursachen", argumentieren die Linken.

© SZ vom 14.07.2020 / beb

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