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Freisinger Köpfe:Vom Krankenbett ins "Marktladerl"

NANDLSTADT: Andrea Hoffmann in ihrem Selbstvermarkter-Laden / MONTAGSINTERVIEW

Andrea Hofstetter.

(Foto: Johannes Simon)

Andrea Hofstetter hat ihren Beruf als Krankenschwester aufgegeben

Von Sara Livadas, Nandlstadt

Seit 32 Jahren lebt Andrea Hofstetter zusammen mit ihrem Mann schon in der oberbayrischen Gemeinde Nandlstadt. Hier sollte sie ein zunächst kleines Projekt beginnen, das jedoch schon bald zu ihrer großen Herzensangelegenheit werden würde. Die ursprünglich aus Freising stammende Krankenschwester rief durch ihre Mitarbeit im Gewerbeverein zunächst einmal einen Wochenmarkt für den Ort ins Leben. Um überhaupt genügend Aussteller zu finden, schreckte Andrea Hofstetter nicht davor zurück sich zwei Jahre lang selbst hinter den Tresen eines der Stände zu stellen.

Das Ergebnis: Enge Kontakte zu Direktvermarktern und Hofläden, die regionale Ware beisteuerten. Als 2010 ein Laden frei wurde, ergriff die Mutter von drei Söhnen die Gelegenheit beim Schopf und gründete das "Nandlstädter Marktladerl". Ein Geschäft mit möglichst natürlichen, aus der Nähe stammenden Produkten. Hier findet der Kunde alles Mögliche, von Marmeladen, ausgewählten Gewürzen, besonderen Spirituosen, bis hin zu Brettspielen und Vogelhäusern, hergestellt in Behindertenwerkstätten. Für Andrea Hofstetter steht die Freude am Ladenalltag, der Kontakt mit Zulieferern und Kunden und das Soziale an allererster Stelle. Um ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen, kündigte sie dieses Frühjahr sogar ihren Job als Krankenschwester im Freisinger Krankenhaus. Nun heißt es für sie 100 Prozent zu geben für das Marktladerl mit Herz.

© SZ vom 19.10.2020

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