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Freisinger Agentur für Arbeit:Lage weiter angespannt

Zahl der Arbeitslosen im Landkreis steigt im Juni aber nur noch leicht

Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen nur noch leicht gestiegen. Dennoch bleibt die Lage angespannt, wie die Agentur für Arbeit bilanziert. Im Landkreis Freising waren in den vergangenen Wochen 3322 Personen auf Arbeitssuche, 46 mehr als im Mai. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Für den Landkreis ist das ein vergleichsweise hoher Wert - vor einem Jahr waren es noch 1,9 Prozent.

Kurzarbeit verhindere weiterhin, dass noch mehr Menschen arbeitslos werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Arbeitsagentur. Von März bis Juni sind aus den vier Landkreisen Freising, Dachau, Ebersberg und Erding, die zum Agenturbezirk gehören, rund 5800 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für etwa 88 500 Mitarbeiter eingegangen. Da diese Anzeigen vorsorglich gestellt werden, wird sich erst später zeigen, wie viele Betriebe von diesem Instrument in welchem Ausmaß Gebrauch gemacht haben.

Trotz Corona-Krise gingen im Juni aber auch 199 neue Stellenangebote ein - 73 mehr als im Vormonat. Im Stellenpool der Arbeitsagentur für den Landkreis befanden sich somit insgesamt 1214 Offerten.

Schwierig ist die Situation derzeit gerade für junge Leute, die kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung stehen und noch keine Zusage für eine Übernahme haben. Katja Kürmaier, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit, empfiehlt ihnen, sich möglichst schnell bei den Arbeitsvermittlern zu melden. "Die Chancen auf eine Weiterbeschäftigung sind für viele junge Leute weiter gut, denn ausgebildete Fachkräfte werden in unserer Region nach wie vor gesucht." Auch in dieser Zeit sei Arbeitslosigkeit "kein fester Block", es herrsche durchaus Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Gesucht werden vor allem Fachkräfte, nur 16,4 Prozent der Arbeitsangebote richten sich laut Kürmaier an Helfer.

Auf dem Ausbildungsmarkt gab es im Juni 453 unbesetzte Stellen, 250 Jugendliche waren noch auf der Suche. Seit Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober wurden der Agentur 1024 Lehrstellen gemeldet, 816 junge Leute ließen sich beraten, 566 von ihnen haben schon eine konkrete schulische oder berufliche Perspektive. Wer noch nichts gefunden hat, der kann sich am Mittwoch, 22. Juli, bei einer Last-Minute-Vermittlung von 8.30 bis 13 Uhr informieren. Die Berufsberater sind aber auch vorher schon telefonisch (0 81 61/171 150) oder per E-Mail erreichbar (Freising.151-Berufsberatung-vor-dem-Erwerbsleben@arbeitsagentur.de).

© SZ vom 02.07.2020 / psc

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