Freising Vom Schicksal gezeichnet

Kathi M. hat bereits zwei Ehemänner und damit auch die Väter ihrer Kinder verloren

Von Johann Kirchberger

- Zweimal war Kathi M. verheiratet, zweimal hat sie ihre Männer ganz früh verloren. Sie ist darüber nicht hinweggekommen, leidet nach den Schicksalsschlägen an einer schweren Depression und ist seit geraumer Zeit arbeitsunfähig. Vor 15 Jahren starb ihr erster Mann, der Vater ihrer mittlerweile erwachsenen Töchter im Alter von nun 19 und 21 Jahren. Einige Jahre lang zog sie die Mädchen alleine groß, dann fand sie wieder einen Partner. Aus dieser Beziehung stammt der nun achtjährige Sohn Daniel. Vor drei Jahren starb dann plötzlich und unerwartet auch ihr zweiter Mann nach einem Herzinfarkt. Kathi M. ist seither traumatisiert, hat diesen erneuten Verlust nicht wegstecken können. Auch die beiden Töchter, die noch bei ihr wohnen sind seelisch stark beeinträchtigt. Sie hatten Mühe einen Schulabschluss zu erreichen, das ältere Mädchen hat noch immer keine Arbeitsstelle gefunden, abgesehen von ein paar schlecht bezahlten und befristeten Hilfsjobs.

Der achtjährige Daniel hat ebenfalls Probleme, trauert immer noch um seinen Vater. Lediglich im Hort kommt er auf andere Gedanken, kann dort unbeschwert mit anderen spielen. Weil Kathi M. dauerhaft arbeitsunfähig ist, sind die Finanzen in der Familie äußerst knapp. Zusätzliche Anschaffungen werden für die Familie stets zu einem Kraftakt. Auch die monatlichen Gebühren für den Hort sind für die Mutter eine große Herausforderung. Die Stadt übernimmt zwar einen Teil der Kosten, aber der Rest ist immer noch viel für die leidgeprüfte Frau. Daniel ist ein hilfsbereiter und guter Schüler, aber psychisch angeschlagen. Ohne den Hort würde sich sein Zustand enorm verschlechtern, ist sich die Betreuerin der Caritas sicher.

Der "Adventskalender für gute Werke", das Spendenhilfswerk der Süddeutschen Zeitung möchte Kathi M. und ihre Kinder unterstützen und beitragen, dass Daniel auch künftig den Hort besuchen kann.